Die in diesem Band versammelten Beitrage entstanden im Rahmen des Forschungsprojekts "Massenmedien und Wahler". Taglich erhobene Daten uber das gesamte Jahr 1994 ermoglichten es, die Dynamik der Entwicklungen von politischen Einstellungen und Wahlabsichten detailliert nachzuzeichnen, deren Einbindung in Problemsichten herauszuarbeiten und den Einfluss von massenmedial vermittelten Ereignissen auf die langerfristigen politischen Konzepte der Wahler zu untersuchen. Daraus ergaben sich neue Antworten auf verschiedene zentrale Fragen der Wahlsoziologie und der Medienwirkungsforschung. Der Kern besteht in der Erkenntnis, dass der Einfluss der Medienberichterstattung und tagespolitischer Erkenntnisse auf die politische Meinungsbildung geringer einzuschatzen ist, als in den letzten Jahrzehnten in der Regel angenommen wurde. Das Wahlverhalten ist bei den meisten Wahlern nach wie vor in kognitive, evaluative und soziale Strukturen eingebunden, die nicht kurzfristig veranderbar sind und die sich noch immer machtvoll auswirken.
Welche Möglichkeiten gibt es, die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung am Leben in der Kommune wirksam zu fördern?Die Autorinnen entwickeln ein Konzept von Teilhabe, in welchem die Aufhebung der Segregation in Sonderwelten und die Partizipation am lokalen sozialen Netz von Aktivitäten und Angeboten eine zentrale Rolle spielt. Aus diesem Konzept leiten sie Kriterien zur Beurteilung von Projekten zur Teilhabeförderung von Menschen mit geistiger Behinderung ab und legen diese exemplarisch an neun ausgewählte Projekte an. Es wird deutlich, wie Projekte ausgerichtet sind, die zu ''''richtig verstandener Teilhabe'''' im Sinne des hier entwickelten Teilhabekonzepts führen, aber auch, wodurch Projekte in Gefahr geraten, im Modell entmündigender Fürsorge stecken zu bleiben.