Depuis 2021, des recherches ont été menées sur l''acquisition de plus de 400 restes humains provenant des colonies allemandes d''Afrique de l''Ouest et conservés au Museum für Vor- und Frühgeschichte de Berlin. La recherche a examiné différentes provenances, a mis en lumière des contextes historiques d''injustice et a activement impliqué les sociétés d''origine. La collaboration entre les historiens, les anthropologues et les représentants des communautés a permis de retracer les histoires, d''aborder les questions éthiques et de proposer des mesures telles que le rapatriement. Les contributions du volume offrent un regard critique sur les collections, favorisent le dialogue transnational et s''engagent en faveur de la transparence, de la responsabilité et de la reconnaissance de la dignité des défunts.
In dieser Untersuchung geht es um die kulturwissenschaftliche Analyse der (Auto-)Biografien von 20 westafrikanischen Mitarbeitern der Norddeutschen Missionsgesellschaft, die zwischen 1884–1900 in Württemberg ausgebildet wurden. Als Wanderer zwischen Europa und West-Afrika kehrten sie nach ihrer Lehrzeit in die missionarische Diaspora zurück. Dort wurden sie in den Dienst der NM gestellt, wobei sie sich zwischen Missionsordnung und afrikanischen kulturellen und religiösen Denkweisen bewegten.Dank des einzigartigen Quellenmaterials läßt sich hier das ambivalente Zusammentreffen christlich-europäischer Gedankenwelt mit afrikanischen Traditionen in allen Facetten nachvollziehen. Im Zentrum des Bandes steht daher die Frage nach der Mission als Laboratorium für Transkulturationen avant la lettre. Der Autor zeigt, dass "hybride" Lebens- und Aushandlungsräume mit ihren Überschreitungen, Zwischenräumen und Querverbindungen schon vor und während des europäischen Kolonialismus in Westafrika entstanden sind. Die Untersuchung versteht sich zudem als Teil der Mikrogeschichte der Ewe und damit der noch zu schreibenden Geschichte(n) Afrikas.