Vorwort – 1. Einleitung. 1.1. Fragestellung — zum Stand der Forschung – 1.2. Begriffsgeschichtliche Voraussetzung und Einteilung – 2. Vorgeschichte der Begriffsbildung. 2.1. Das Menschenbild eines Gymnasiasten (Stuttgart) – 2.2. Rezeption der zeitgenössischen Denkrichtungen (Tübingen) – 2.3. "Kantianisch" geprägte Termini (Bern) – 2.4. Die Termini im Zusammenhang mit der Konzeption des "Lebens" (Frankfurt) – 3. Entfaltung einer philosophischen Auffassung des Begriffskomplexes (Jena). 3.1. Die frühe Jenaer Entwicklung im Umriß – 3.2. Annäherung an eine spekulative Auffassung der Termini – 4. Spekulative Auffassung des Begriffskomplexes (Nürnberg). 4.1. Entwicklung einer spekulativen Bedeutung der Termini – 4.2. Skizze der Darstellung der Termini im "System der besonderen Wissenschaften" – 5. Schlußbetrachtung. 5.1. Ausblick auf die späte Entwicklung (Heidelberg und Berlin) – 5.2. Bedeutung der These in der heutigen Diskussion – Literaturverzeichnis
Der Verfasser untersucht aus entwicklungsgeschichtlicher sowie systematischer Perspektive Hegels Auffassung der Beziehung von Bewusstsein, Idee und Realität. Dabei geht es um die Frage, wie wir Menschen die Beziehung von Selbst und Welt konstruieren können, die uns heute entzweit erscheint. Diese Beziehung stellt eine «Totalität» dar, vorausgesetzt, diese beiden Momente bestehen nicht isoliert. Dieser Charakterisierung liegt Hegels Bestimmung von «Leben» zugrunde, dessen Entzweiung der Quell des «Bedürfnisses der Philosophie» ist. Hegel betrachtet die Beziehung von Selbst und Welt als diejenige der drei Momente Bewusstsein, Idee und Realität, die im Hinblick auf das «Bedürfnis der Philosophie» das «System der Wissenschaft» zu dessen Befriedigung konstruieren. In einer derartigen Systemkonzeption liegt die gegenwärtige Bedeutung von Hegels Philosophie, weil sie auch zur Lösung heutiger Probleme beitragen kann.