Mareike Witkowski – författare
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Hausgehilfinnen stellten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die größte weibliche Berufsgruppe dar. Charakteristisch ist das Leben im Haushalt der Arbeitgeber:innen: An kaum einem anderen Arbeitsplatz trafen zwei unterschiedliche Klassen so direkt aufeinander.Die Zahl der Hausgehilfinnen, so die weit verbreitete Meinung, sei seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts stetig gesunken, und spätestens mit dem Jahr 1945 gäbe es die Berufsgruppe nicht mehr. Bereits ein kurzer Blick in die Statistik zeigt, dass der Anteil der Haugehilfinnen vom Ende des 19. Jahrhunderts zwar absolut und prozentual langsam, aber kontinuierlich sank – allerdings von einem sehr hohen Niveau ausgehend. Mareike Witkowski zeigt, dass die Berufsgruppe im Verlauf des 20. Jahrhunderts einen Wandel durchlief: Aus der Hausgehilfin wurde mehr und mehr die stundenweise beschäftigte Reinigungskraft.
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Auch wenn die besondere "Authentizität", die Briefen als Zeugnissen der Vergangenheit gern zugeschrieben wird, angezweifelt werden muss, geben sie als bewusst oder unbewusst inszenierte Selbstbilder Aufschluss über die Vergangenheit. Sie eröffnen Einblicke in Gefühlswelten und in das Alltagsleben historischer Akteurinnen und Akteure sowie in gesellschaftliche Strukturen. Besonders in Zeiten oder Situationen, in denen eine mündliche Kommunikation nicht möglich war, waren Briefe essenziell für den Kontakt zur Heimat. In der Geschichtswissenschaft werden sie genutzt, um historische Entwicklungen sowie soziale Dynamiken nachzuvollziehen. Diese Festschrift ehrt Gunilla Buddes Einsatz für die Briefforschung und trägt dazu bei, Briefe stärker in den Fokus der Geschichtswissenschaft zu rücken.