Das Arbeitsbuch aus der Reihe Leipziger Skripten hat sich als Übungsbuch in der universitären Ausbildung bewährt, sodass eine weitere Auflage nötig wurde. Es bietet eine Vielzahl von Aufgaben zur Wortbildung des Deutschen für die Arbeit in Lehrveranstaltungen und auch für das Selbststudium. In diese Neubearbeitung sind sowohl neue Forschungsergebnisse als auch die Änderungen und Ergänzungen eingegangen, die für die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung im Juni 2004 und im März 2006 beschlossen wurden. Kapitel 1 enthält Aufgaben zur Identifizierung und Modellierung von Wortbildungen der Hauptwortarten, Kapitel 2 zu den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Wortbildung einerseits und Grammatik, Lexikologie, Textlinguistik, Stilistik, Orthografie und Lexikografie andererseits sowie einen Abschnitt zur historischen Wortbildung. Kapitel 3 bietet Lösungen zu den Aufgaben. Knappe Einführungen zu den Übungsschwerpunkten, ein Glossar mit den wichtigsten Termini und ein Sachregister ermöglichen ein effektives Arbeiten.
Fragen der Wortbildung werden in der Sprachwissenschaft der letzten Jahre eingehend diskutiert. Zugänge eröffnen sich von der Morphologie wie von der Syntax, von der Semantikforschung wie von der Formanalyse, von der Systemtheorie wie von der Pragmatik, von der Onomastik wie von der Wortgruppenuntersuchung, von der Synchronie wie von der Diachronie. Der weite Grenzbereich der Phraseologie schließt sich aufs engste an, und die Einordnung in die Lexikologie ergibt sich als notwendige Schlußfolgerung. Wesentliches zu all diesen Komplexen hat Wolfgang Fleischer beigetragen. Die ihm gewidmeten Beiträge wollen Einsichten auf dem Gebiet der Germanistik vertiefen und erweitern und damit zugleich die allgemein-sprachwissenschaftliche Arbeit fördern.