Martin Mosimann – författare
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PDF, Tyska, 2019395 kr
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Der herkömmliche Individualismus geht in die Irre. Denn bei aller Einzigartigkeit, die der Einzelne sich zuschreibt, ist er doch kein Produkt seiner selbst. Vielmehr braucht er die Anderen als bewunderndes Publikum und bedient sich der bekannten Vorstellungen seiner Welt. Mit der Siegermentalität, die ihm eigen ist, bringt er die Anderen zum Verschwinden. Erst aus der Begegnung der Individuen geht aber eine Welt hervor, die sich durch Vielfalt auszeichnet und reich an Inspiration ist. Freilich muss dazu jedes Individuum den Mut aufbringen, das ihm Eigene und Neue in die Welt einzubringen. In diesem Sinn plädiert Martin Mosimann in diesem Band für einen Individualismus der Vielfalt.
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PDF, Tyska, 2020278 kr
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Alles ist Wettbewerb. Via Sport und Wirtschaft hat sich diese Vorstellung in fast alle Bereiche des Lebens hinein gefressen: Erfolg zu haben, scheint allein wichtig zu sein. Wer dagegen scheitert, scheint sein Scheitern immer verdient zu haben. Dieses Denken stellt Martin Mosimann in seinem neuen Buch infrage. Denn Wettbewerbe sind nicht immer fair. Wer Erfolg hat, gewinnt wegen der Offenheit der Welt nicht Gewissheit in Bezug auf sein Handeln. Er weiss nur, dass er jetzt gerade über andere obsiegt hat, nichts darüber hinaus: Es kann ja keinen Erfolg an sich geben. Und zwischen Erfolg und Scheitern liegen Lebensbereiche, die gar nicht Wettbewerben unterworfen sind: einfaches Sein, aber auch ein wagemutiges oder fantasievolles Sich-Vorwagen in unbekannte Bereiche. Auch sie müssen in einem guten Leben Platz haben.
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PDF, Tyska, 2021469 kr
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Ordnungen sind nicht einfach "gut", weil sie Ordnungen sind, und sie gelten auch nicht per se, wie man naiv annehmen könnte. Wie also "funktionieren" Ordnungen?Klarheit bringt die Unterscheidung zwischen formalen und materiellen Ordnungen: Nur formale Ordnungen gelten ewig – materielle, auf die vorgefundene Welt bezogene Ordnungen dagegen sind Ordnungen in Bezug auf einen Maßstab, der jeweils geeignet erscheint, um Ordnung zu schaffen. Sie stellen also nicht Ordnungen an sich dar, sondern müssen gesetzt werden. Paradoxerweise ist es dann gerade deren Perfektionierung, die in eine verfehlte Zweiwertigkeit führt, innerhalb welcher sich materielle Ordnungen zu Unrecht verabsolutieren, sich einen Ewigkeitsanspruch anmaßen und so am Ende untauglich oder gar verbrecherisch werden. Dann braucht es die Möglichkeit, sie durch neue Ordnungen und neue Maßstäbe zu ersetzen.
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PDF, Tyska, 2022296 kr
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Wirkliche Emanzipation erschöpft sich nicht darin, alle Menschen von Diskriminierung zu befreien und ihnen gleiche Rechte einzuräumen. Sie muss in die Loslösung des einzelnen Menschen von allen Bindungen münden, die ihn davon abhalten, als der, der er ist, in Erscheinung zu treten. Erst so – das zeigt dieses Buch – ist ein verantwortetes Leben möglich, und eine Gesellschaft kann nur dann als emanzipiert gelten, wenn sie allen Menschen das gleiche Recht einräumt, sich ins Spiel zu bringen. Deshalb kann Emanzipation auch nicht zu einem Ende kommen. Gesellschaften sollen stattdessen so offen sein, dass immer neue Menschen mit dem, was in ihnen beschlossen ist, in sie eintreten dürfen. Auf diese Weise erhalten nicht nur die Einzelnen die Chance zu einem je eigenen Leben, sondern die Gesellschaft wird reich.
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PDF, Tyska, 2023271 kr
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Sokrates'' Behauptung zu wissen, dass er nicht(s) wisse, mag als Muster einer «tiefen» philosophischen Aussage gelten, muss jedoch überprüft werden. So trifft sie in Bezug auf formales Wissen (wie es Mathematik und Logik herstellen) sicher nicht zu; dieses ist gewiss, aber inhaltsleer. Alltagswissen dagegen kann ohne Gewissheit erstaunlich brauchbar sein. Und materielles Wissen in Bezug auf die empirische Welt kann tatsächlich gewonnen werden, gilt aber immer nur auf Zusehen hin, statt gewiss zu sein. Und schliesslich gibt es Fragestellungen, die wirklich nicht beantwortet werden können.
Häftad, Tyska, 2024
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PDF, Tyska, 2024444 kr
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Macht versucht, sich die Welt in jeder Hinsicht gefügig zu machen. Sie kann in ihrem Selbstverständnis nur Macht sein, wenn sie ganz Macht ist. Dass sie nie anders als erfolgreich sein kann – diesen Eindruck erweckt sie freilich damit, dass sie, statt etwas zu erschaffen, Vorhandenes zerstört.Angesichts der Natur der vorgefundenen Welt kann Macht nie endgültig auf die Welt Zugriff nehmen. Der Mensch muss stattdessen die Welt immer wieder neu auffassen und gestalten, ohne dass er dabei Gewissheit gewinnen könnte. Gefordert ist also, der Welt in Offenheit zu begegnen. Darin, nicht im Bestreben, über die Welt Kontrolle zu erlangen, besteht die Würde des Menschen – darum geht es Martin Mosimann in seinem neuen Buch. Indem sich der Mensch vor Augen hält, wie Macht funktioniert, lässt er sich nicht in eine unangebrachte Wehrlosigkeit treiben.
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PDF, Tyska, 2025444 kr
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Heldentum ist banal, langweilig. Des Heldentum kann bloss gegebene, schon bekannte Herausforderungen bewältigen – ja am Ende braucht es diese Herausforderungen sogar, um sich wirkungsvoll in Erscheinung zu bringen. Die Welt kann aber nicht zu Ende erfasst werden. Martin Mosimann zeigt in seinem neuen Buch, warum heute stattdessen der Mut des Einzelnen gefordert ist, zu sich zu stehen und sich in die Offenheit der Welt hineinzuwagen. Voraussetzung dafür ist, dass seine Würde gewahrt ist; nicht nur in dem Sinn, dass nicht über ihn verfügt werden darf, sondern auch darin, dass er sich aktiv ins Spiel bringen kann. Das ist trotz schöner Worte schnell nicht mehr der Fall. Indem ihm scheinbar übergeordnete Gesichtspunkte entgegengehalten werden, wird der Mut auf schwer erkennbare Weise ausgehebelt.
Häftad, Tyska, 2026
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