In der Hochphase des Kalten Krieges wurde der Spion Hans-Joachim Bamler nach Paris entsandt. Er sollte dort, am Sitz des NATO-Hauptquartiers, eine Residentur der DDR-Aufklärung einrichten. Doch bevor sie ihre Arbeit aufnehmen konnte, flog Bamler auf, wurde enttarnt und inhaftiert. Da es damals noch keine diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR gab, gestaltete sich seine Betreuung und Freilassung sehr schwierig. Aus persönlichen Erinnerungen und Zeugnissen zeichnet Autor Peter Böhm diese Jahre nach. Er porträtiert die Persönlichkeit, die auch nach diesen Erlebnissen die geheimdienstliche Tätigkeit nicht aufgab.
Man wird nicht als Soldat geboren, hieß ein Roman über die Schlacht von Stalingrad, und Autor Simonow schildert darin, dass keiner der Soldaten freiwillig und begeistert ins Gefecht gezogen ist. Die misslichen Umstände zwangen sie dazu. Werner Großmann zog auch nicht freiwillig in den Kalten Krieg. Die Umstände sorgten dafür, dass der gelernte Maurer Geheimdienstler wurde, landläufig Spion genannt. 1986 übernahm er von Markus Wolf den Auslandsnachrichtendienst der DDR. In einem Gespräch mit Peter Böhm macht der inzwischen 88-Jährige reinen Tisch. Er berichtet über sein schwieriges Verhältnis zu Mielke, Honecker und zum Parteiapparat. Probleme ganz anderer Art bekam er mit Hansjoachim Tiedge, als der Spionageabwehrchef der Bundesrepublik in die DDR überlief ...
Der Stasi-Auflöser: Heinz Engelhardt über das Ende des DDR-GeheimdienstesEr war nicht nur der jüngste General der Stasi, sondern auch der letzte im Dienst des MfS. Heinz Engelhardt wurde von der DDR-Regierung beauftragt, das Ministerium für Staatssicherheit aufzulösen. Unter seiner Regie wurden Anfang 1990 zehntausende hauptamtliche Mitarbeiter abgewickelt und mindestens so viele inoffizielle, IM geheißen. Er kümmerte sich um die Sicherung der Stasi-Akten und um andere Hinterlassenschaften des Sicherheitsdienstes, der im Herbst in "Amt für Nationale Sicherheit"(AfNS) bzw. Nasi umbenannt worden war. Doch der Sturm auf die MfS-Zentrale am 15. Januar 1990 beendete alle Planungen: Die Stasi, in welcher Form und mit welchem Namen auch immer, musste weg. Heinz Engelhardt, Jahrgang 1944, berichtet erstmals und damit exklusiv über die letzten Monate der Stasi in der DDR. Er weiß mehr, als in den Akten steht. Er erzählt über Menschen, Schicksale, An- und Abwerbungsversuche in letzter Minute, über Verräter und aufrechte Charaktere. Niemand steckte so tief im DDR-Geheimdienst wie Heinz Engelhardt. Er ist ein Zeitzeuge, der bisher schwieg. Nach dreißig Jahren lüftet er letzte Geheimnisse des DDR-Geheimdienstes.
Für die Benennung chemischer Verbindungen hat die IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) Regeln geschaffen, die den Charakter von Standards haben und weitgehende internationale Verständlichkeit garantieren. Formelbild und Name einer chemischen Verbindung müssen nämlich in einer eindeutigen Beziehung zueinander stehen. Während einer naturwissenschaftlichen Ausbildung werden im allgemeinen nur in geringem Umfang Kenntnisse über die chemische Nomenklatur vermittelt, da von den in der Literatur vorhandenen zusammenfassenden Darstellungen nur sehr wenige in Deutsch abgefaßt sind. Es erschien deshalb notwendig, den im naturwissenschaftlichen Ausbildungsbereich Tätigen eine Gebrauchsanleitung in die Hand zu geben, dies um so mehr, als die Fülle des zu behandelnden Stoffes in der Hochschul-, Fachschul- und Berufsausbildung nur wenig Gelegenheit bietet, in die Benutzung solcher Regeln einzuweisen. Grundlage für diese Ausarbeitung sind die Verordnung zur Berufsausbildung von Chemielaboranten, der Rahmenlehrplan Chemielaborant und der Stoffplan der Fachschule, Fachrichtung Chemietechnik. Die vorliegende Zusammenfassung stellt eine nützliche Ergänzung der deutschsprachigen Literatur dar.