This book examines the tension between the law of objectivity and power. Is law an instrument of power or, on the contrary, is it able to limit power due to its objective character? The book uses an international and interdisciplinary approach to explore this question. It not only examines the central problem from a theoretical perspective, but also includes insights from practical, doctrinal contributions.
Vor dem Gesetz sind alle gleich. Gerade dieser Grundsatz ist es, der von einer zunehmenden Zahl ökonomisch geprägter Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler aus den USA in Frage gestellt wird. Neue Informationstechnologien ermöglichen es, Werbung und Preise zu personalisieren und so Gewinne zu maximieren. Warum sollten dann nicht auch die Rechtsnormen unter Zuhilfenahme von Big Data personalisiert werden, sofern sich damit Wohlstandsgewinne erzielen lassen? Philip Maximilian Bender tritt diesem Personalisierungsprojekt entgegen. Sein Ziel ist es, Bewusstsein für den Wert generellen Rechts zu schaffen, um einem schleichenden Systemwandel vorzubeugen. Eine auf Algorithmen aufbauende, allein an ökonomischen Erwägungen ausgerichtete Rechtssetzung würde - so die zentrale These - die Grundlagen einer liberalen Gesellschaftsordnung angreifen und in ein System mikrosozialistischer Fremdsteuerung münden.Die Arbeit wurde mit dem Kulturpreis Bayern (Kategorie: Wissenschaft) 2023, dem Wissenschaftspreis der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik 2023 und dem Fakultätspreis der Ludwig-Maximilians-Universität München 2023 ausgezeichnet.Außerdem wurde es als eines der juristischen Bücher des Jahres 2024 ausgewählt.