Für Studium und Weiterbildung werden institutionelle Rahmenbedingungen, wissenschaftstheoretische Grundlagen, methodische Gütekriterien und praktische Verfahren für empirische Untersuchungen psychologischer, evaluativer und verwandter Probleme dargestellt. Im Mittelpunkt steht die Validität und damit die Güte und Qualität von Untersuchungen wissenschaftlicher und praktischer Fragestellungen. Diese umfasst vor allem die Adäquatheit von Begriffen, deduktiven und induktiven Argumenten, kausalen Aussagen, Gesetzeshypothesen und Theorien, die Kontrolle störender Einflüsse bei Beobachtungen, Befragungen, Einschätzungen (ratings), Messungen, Tests, Experimenten, Quasi-Experimenten, Fall-Kontroll- und Einzelgruppenstudien sowie die sachgerechte Anwendung und Interpretation von statistischen Zusammenhängen und Tests, Varianz-, Regressions- und Meta-Analysen, festen, zufälligen und hierarchisierten Faktoren. Ziel ist ein tiefergehendes Verständnis wesentlicher Qualitätsmerkmale empirischer Untersuchungen, um fundiert Methoden einsetzen und Ergebnisse interpretieren zu können.
Das Buch beschaftigt sich mit psychologischen Theorien und mit empirischer Forschung in der Psychologie. Am Beispiel der Theorie der kognitiven Dissonanz von Festinger beschreibt und analysiert der Autor den Aufbau einer psychologischen Theorie, ihre Entwicklung im Zuge empirischer Forschungsprozesse und die wesentlichen Kennzeichen einer theorieorientierten experimentalpsychologischen Forschung. Diesen Betrachtungen liegt die strukturalistische Theorienkonzeption nach Sneed und Stegmuller zugrunde - ein relativ neuer wissenschaftsphilosophischer Ansatz, der ursprunglich als non-statement view bezeichnet wurde. In diesem Rahmen werden insbesondere die Beziehungen zwischen Theorie und Experiment sowie die Probleme der Validitat empirischer Untersuchungen neu analysiert.
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Einführung in die Psychologische Methodenlehre und Wissenschaftstheorie. Dargestellt werden grundlegende Probleme, Konzepte und Positionen, die ein eigenständiges und kritisches Verständnis der Vorgehensweisen, der Möglichkeiten und der Grenzen bei der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung ermöglichen. Teil I erläutert epistemologische, methodologische und metatheoretische Grundlagen psychologischer Forschung: z.B. Erkenntnistheorie und Körper-Geist-Problem, Logik und Mengenlehre, deduktive und induktive Schlüsse, Verifikation und Falsifikation, Strukturalistische Wissenschaftstheorie und Aufbau, Verknüpfung, Anwendung und Entwicklung psychologischer Theorie. Teil II behandelt grundlegende Probleme, Kriterien und Vorgehensweisen bei der Planung, statistischen Auswertung und inhaltlichen Interpretation von psychologischen Experimenten.