Reiner Gro – författare
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Die Wettiner blicken auf eine Tradition von über 1100 Jahren zurück. Seit der Übertragung der Markgrafschaft Meißen anHeinrich I. von Eilenburg durch Kaiser Heinrich IV. im Jahre 1089 haben sie mit ihrer Politik und ihren Leistungen den historischen Raum zwischen Werra und Oder, Thüringer Wald, Erzgebirge, Harz und Fläming gestaltet.Als Markgrafen von Meißen und Landgrafen von Thüringen, als Kurfürsten, Herzöge sowie als Könige von Sachsen bestimmten sie den Verlauf der sächsischen und der deutschen und europäischen Geschichte mit. Kurfürst Moritz von Sachsen, August der Starke als Kurfürst von Sachsen und zugleich König von Polen sowie König Johann im 19. Jahrhundert sind die bekanntesten Angehörigen des wettinischen Geschlechtes, das seit der Leipziger Teilung von 1485 in einer ernestinischen und einer albertinischen Linie fortbestand. Auch nach dem Ende der Monarchie 1918 blieben die Wettiner mit dem sächsischen Land verbunden.
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Frank-Lothar Kroll prasentiert in diesem Band ausgewahlte Beitrage aus den Werken von Reiner Gro. Gro war von 1994 bis 2002 Inhaber der Professur fur Regionalgeschichte Sachsens an der Technischen Universitat Chemnitz und zahlt heute zu den fuhrenden Vertretern der sachsischen landesgeschichtlichen Forschung. Die Veroffentlichungen sind thematisch in acht Schwerpunkte gegliedert: Sachsen und die albertinischen Wettiner, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Staat und Kirche, Agrargeschichte, Sachsens Beziehungen zu anderen Staaten, revolutionare Unruhen, Biographisches und Archivalisches. Gro ' Forschungsansatz umfasst sowohl biographische Studien historischer Akteure und Zunftkollegen als auch breit gefacherte thematische Untersuchungen. Er analysiert den Wandel von Verfassung und Gesellschaft seit der Reformationszeit, erforscht interterritoriale Beziehungen zu Bayern und Kurbrandenburg sowie die sachsisch-polnische Union, und widmet sich der Entwicklung der Ritterguter und der Landwirtschaft in Kursachsen bis zur Agrarreform im 19. Jahrhundert, wobei ein besonderer Fokus auf dem sachsischen Stadtewesen liegt, insbesondere auf Dresden und Zwickau.