The present volume tries to do justice to the variety of self-representational strategies in the art and literature of the late medieval and early modern period by focusing on both the traditional contexts of self-definition (such as courts, schools and religious institutions) and the more innovative contexts of humanist art and literature. The essays collected in this volume represent some of the scholarly approaches to historical testimonies of self-representation and self-fashioning, and hence deal with the literary, artistic, philosophical and theological conceptions of the self. They are preceded by a more general essay indexing the ways in which self-representational texts, ego-documents and self-testimonies should be defined. ‘Self-Fashioning’ bzw. ‘Personenselbstdarstellung’ als kultureller Typus charakterisieren das 15. und 16. Jahrhundert in einer besonderen Weise, die für das Verständnis des kulturellen Wandels im Übergang zur Frühen Neuzeit als überaus wichtig erkannt worden ist. Die in diesem Sammelband vereinten Tagungsbeiträge von Germanisten, Romanisten, Kunsthistorikern, Latinisten, Niederlandisten und Humanismusforschern behandeln das Thema in theoretischer Exposition sowie unter den Aspekten der literarischen Personencharakteristik und Selbstinszenierung, des künstlerischen Selbstverständnisses und philosophischer bzw. frömmigkeitstheologischer Personenkonzepte.
Der Band vereint ca. 50 Beiträge aus zahlreichen Fachgebieten der Sprach- und Literaturwissenschaft (besonders Germanistik, Mittellatein, Romanistik), der Geschichtswissenschaft und benachbarter Disziplinen. Ein thematischer Leitgedanke der Autorinnen und Autoren sind die unterschiedlichen Verbindungen zwischen Literatur – im Sinne des erweiterten Literaturbegriffs – und Geschichte. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Wechselwirkungen zwischen Chronistik und Literatur sowie zwischen Latein und Volkssprache, die Verortung von Literatur in Regionen oder Kommunikationsräumen sowie die Funktion und Rezeption fiktionaler Texte im außerliterarischen Kontext. Der zeitliche Rahmen umfaßt das Mittelalter und die Frühe Neuzeit.
Del 6 - Medieval To Early Modern Culture / Kultureller Wandel Vom Mi
Erziehung, Bildung und Bildungsinstitutionen sind für den Aufschwung, den Europa in Spätmittelalter und Früher Neuzeit nimmt, von zentraler Bedeutung. Die ungeheuren Fortschritte, die europäische Geistes- und Naturwissenschaft im Laufe der Neuzeit macht, haben hier ihre Wurzeln, und Entsprechendes gilt für die Formierung einer breiten Schicht laikaler wie geistlicher, bürgerlicher und adeliger Eliten. Dieser Tagungsband vereint für den Zeitraum vom 15. bis zum frühen 17. Jahrhundert 13 Fallstudien in englischer und deutscher Sprache zur einleitend vorgestellten Rahmenthematik in vier Themenbereichen: Schulunterricht und die Unterrichtslektüre, die religiöse Unterweisung von Nonnen, von semireligiös lebenden Laien und von Theologen, Reflexionen der Ideale humanistischer Bildung und Erziehung in Briefen und Briefberichten der Frühen Neuzeit sowie verschiedene Institutionen (den Observantenorden, die Windesheimer Kongregation, den Weseler Stadtrat) unter dem thematischen Aspekt der durch sie oder an ihnen vollzogenen Erziehung und Bildung. Education and educational institutions in late medieval and early modern Europe have been of fundamental importance for the progress of science and scholarship as well as for the development and instruction of various classes whether lay or clerical, bourgeois or noble. This volume of proceedings brings together thirteen case studies (in English and in German) divided over four thematic areas: schooling and instructional literature; the education of nuns, laymen and theologians; humanist education and letter writing; and educational institutions (such as the Observant Franciscans, the Congregation of Windesheim, and the urban council of Wesel).