»Geschichte in Köln« entstand 1977 als studentische Zeitschrift am Historischen Seminar der Universität zu Köln. Ihr Konzept, neben etablierten Autoren auch Beiträge von jungen Wissenschaftlern zu veröffentlichen, erwies sich als überaus erfolgreich, zumal so wichtige Forschungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurden. Seither hat sich GiK zu einer führenden Zeitschrift der Region entwickelt. Die Bände enthalten Aufsätze, Miszellen und Rezensionen. Der Schwerpunkt der Beiträge liegt auf der kölnischen Stadtgeschichte, der rheinischen Landes- und Regionalgeschichte sowie der vergleichenden Stadtgeschichte. Das breite Themenspektrum von GiK 59 (2012) reicht von der Kölner Königspfalz des Mittelalters bis zu den Arbeiten Willy Mellers für die NS-Ordensburgen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die seinerzeit spektakuläre Sonderbundausstellung von 1912.
Das 60. Heft der »Geschichte in Köln« beinhaltet u.a. eine kritische Auseinandersetzung mit dem Bild der Kölner Erzbischöfe Friedrich I., Engelbert I. von Berg und Wikbold von Holte in der mittelalterlichen Historiographie. Es beleuchtet desweiteren die katholische Gegenwartschronistik, ihre Autoren, Förderer und das mediale Umfeld im späten 16. Jh. in Köln, das in dieser Zeit eine führende Rolle als Nachrichtenzentrum einnahm. Weitere Themen des Hefts sind u.a. die Zerstörung und Umnutzung der Militärischen Verteidigungsanlagen Kölns in der Zeit von 1919 bis 1930, in deren Rahmen die „Grünen Forts“ im äußeren Grüngürtel entstanden; der kommunistische Widerständler Louis Napoléon Gymnich im nationalsozialistischen Köln und dessen, teils in Haft verfasste, Kriminalromane; die Kölner KPD und ihr Verhältnis zur Sozialdemokratie 1945–1947 oder die Nachkriegsorganisation der ehemaligen NS-Ordensjunker die 'Alteburger' 1950 bis 1997.
Den inhaltlichen Schwerpunkt von „Geschichte in Köln“ 61 (2014) stellt aus Anlass des Kriegsbeginns vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg dar. So beschäftigt sich Peter Dohms mit „Feldpost und Kriegsgedichten des Kölners Ludwig Bechstein aus dem Ersten Weltkrieg“ und Thomas Mergel untersucht und beschreibt die Europäischen Städte im Ersten Weltkrieg als „Stressgesellschaften“. Von der Tagung „Köln im Ersten Weltkrieg“ berichtet Stefan Lewejohann. Des Weiteren berichten die Beiträge des Heftes u.a. von den archäologischen Untersuchungen „Am Alten Ufer“ in Köln sowie über die Ravensbrücker Häftlingsärztin Else Court (1899–1946) oder untersuchen volkssprachliche Handschriften aus dem Kölner Kreuzbrüderkloster.