Die permanente Weltfinanzkrise bestimmt unsere Gegenwart und Zukunft. Doch nicht nur abstrakt sind wir den unvorstellbaren Transaktionen und Spekulationen von Bankern oder den Schuldenbergen der Staaten ausgeliefert. Wir haben durch unsere privaten Schulden oder Rücklagen teil an diesem Geldsystem. Moser zeigt uns die sozialpsychologischen Zusammenhänge aller Akteure auf und wie das Finanzsystem unser Verhältnis zum Geld bestimmt. Er analysiert die Veränderungen der letzten Jahre und bringt persönliche Erfahrungen ein im Verhältnis zu Bank und Börse. Mit dem Konzept der Korrumpierbarkeit des Ichs und des Überichs unter dem Druck von Ehrgeiz und Rivalität, von Angst und Panik, Größenphantasien und destruktivem Wettbewerb liefert er Erkenntnisse über die kollektiven Prozesse dieser Krisenjahrzehnte.
Der bekannte Psychoanalytiker Tilmann Moser führt sensibel und differenziert durch Fallgeschichten, die uns so fern nicht sind. In der weiblichen Generationenfolge finden wir sowohl Kraft als auch Leid, Resignation und psychosomatische Fixierungen. Uns werden eindrückliche Frauenschicksale lebendig vor Augen geführt. Der Schwerpunkt liegt auf den Veränderungsprozessen, die Moser und die Patientinnen zusammen in die Wege leiten. Moser beeindruckt durch seine in Jahrzehnten gewachsene psychoanalytisch-körpertherapeutische Erfahrung.