Seit mehr als 525 Jahren singen Knaben in der Wiener Burgkapelle, musizieren mit genialen Musikern und bei geschichtlichen Großereignissen. Manche Weltkarriere hat hier begonnen: Franz Schubert war Hofsängerknabe; Joseph und Michael Haydn sangen als "Substituten" im Chor, Anton Bruckner war Hoforganist und Lehrer der Sängerknaben.Glanzvolle Reichstage, prächtige Hoffeste: die dazugehörige Logistik und der alltägliche Ärger – daraus ergibt sich ein faszinierendes Gesamtbild einer traditionsreichen europäischen Kulturinstitution; der ältesten in Wien.
Wer steckt hinter der Figur des Lügenbarons? Hatte Münchhausen andere Erzähler zum Vorbild, gab es gar eine Theorie des Lügens? Lassen sich die Lügengeschichten von damals mit den Fake News von heute vergleichen? Und kann man am Ende überhaupt eine wahrhaftige Biografie über Münchhausen schreiben? Tina Breckwoldt begibt sich auf Spurensuche, gräbt längst verschollene Kulturschätze aus und versammelt die unglaublichsten Flunkereien. Auf diese Weise entfaltet sich eine facettenreiche Geschichte, nicht nur des Lügenbarons, sondern der Lüge schlechthin. Sie reicht von Lukian über Erich Kästner bis in die Gegenwart und zeigt, welchen unglaublichen Siegeszug der Baron auf der Kanonenkugel weltweit unternommen hat.