Tobias Wunschik – författare
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Inbunden, Tyska, 2018
869 kr
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With up to 3,500 prisoners, Brandenburg-Görden was one of the four largest prisons in the GDR. Using this case study, the study examines the functioning of the penal system under the political guidelines of the SED. It is a bitter irony of history that the prison in which General Secretary Erich Honecker was a political prisoner before 1945 was again used in the GDR to hold political opponents. The study sheds light on all aspects on the basis of numerous, newly evaluated files of the prison system: the prisoners, the prison conditions, the prison staff and the state security. This secretly directed by recruiting prisoners as well as their guards as informers. She did not even shrink from instrumentalizing the prison psychologist. The reality of prison was characterized by petty rules and the discrimination against political prisoners. Harsh disciplinary practice prevailed, made even more intolerable by the arbitrary acts of poorly trained and ideologically indoctrinated overseers. Fraternization tendencies, which sometimes still existed in the 1950s, were rigorously fought. The prisoners from Brandenburg-Görden had to work hard in various factories. They were also exploited by the corrupt behavior of the long-time autocratic head of the prison, Fritz Ackermann, who had prisoners illegally build their own homes for himself and his management cadres, even though the visit of Western delegations to the GDR prisons under Ulbricht and the practice of releasing prisoners under Honecker contributed a little to the alleviation of the prison conditions, the question arises whether the West could not have achieved more for the political prisoners in the GDR.
Häftad, Tyska, 1997
703 kr
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1. 1 "Hitlers Kinder"? "Hitlers Kinder" - so nannte Jillian Becker 1977 die linksterroristische Baader Meinhof-Gruppe. 1 Anlaß für dieses gewagte Urteil war eine dramatische Flug zeug-Entführung im Vorjahr, als zwei deutsche und fünf palästinensische Terro risten gemeinsam eine aus Tel Aviv kommende Passagiermaschine in die ugandische Hauptstadt Entebbe entführt hatten. Dort verlangten die Täter, im Austausch für ihre Geiseln, die Freilassung von 40 Gesinnungsgenossen aus israelischer Haft. Um dem Nachdruck zu verleihen, trennten die Terroristen die jüdischen Passagiere von den anderen Fluggästen und bedrohten sie mit dem Leben. Einer der Israeli zeigte daraufhin eine in seinen Arm eingebrannte Num mer, die ihn als ehemaligen Insassen eines deutschen Konzentrationslagers aus wies, und fragte Wilfried Böse, einen der Täter, wie im Nachkriegsdeutschland so etwas noch möglich sei - er könne nicht recht an das Ende des Nationalsozialis mus glauben. Der deutsche Terrorist war sichtlich irritiert und antwortete, dies sei doch etwas völlig anderes: Als Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe strebten er und seine KampfgefahrteD schließlich die marxistische Weltrevolution an. Für die 2 israelischen Geiseln, so Becker, war dieser Unterschied nur schwer zu erkennen. Doch nicht nur aus Sicht der Opfer, so führte die Autorin weiter aus, hätten die Nationalsozialisten der dreißiger und die Terroristen der siebziger Jahre eini ges gemeinsam. Beide benutzten Gewalt und Terror, um ihren Gegnern den eigenen Willen aufzuzwingen. Die einen wie die anderen zeigten eine stark anti liberale und antidemokratische Haltung und demonstrierten einen elitären Führungsanspruch.
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PDF, Tyska, 2014344 kr
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Ikea, Quelle, Aldi – viele westliche Firmen ließen in der DDR produzieren. 250 ostdeutsche Betriebe beschäftigten neben »freien« Arbeitern aber auch Häftlinge, darunter politische Gefangene. Diese verdienten daran kaum – den Profit machten die Westkonzerne sowie SED-Firmen als Zwischenhändler.Möbel, Strumpfhosen, Schreibmaschinen, Fotokameras, Werkzeugkästen und Motorradteile stammten ganz oder teilweise aus Haftanstalten wie Halle oder Hoheneck, Bautzen oder Brandenburg. Das Versandhaus Neckermann etwa bezog Fernseher, der Stahlkonzern Mannesmann Eisenwaren und die Drogeriekette Schlecker Haushaltskerzen, die von Gefangenen gefertigt worden waren. Zumindest der Konzernleitung von Quelle war bekannt, dass Häftlingsarbeiterinnen die von ihr vertriebene Bettwäsche genäht hatten.Die preisgünstige Ware wurde ebenso nach Westeuropa wie in den Nahen Osten verkauft. Industrie und Handel sahen angesichts niedriger Produktionskosten in der DDR über die Arbeitsbedingungen hinweg. Die Bundesregierung wollte in den achtziger Jahren zwar die DDR-Importe von Möbeln und Strumpfhosen drosseln, doch nur zum Schutz der heimischen Wirtschaft. Dabei war längst bekannt, dass Gefangene diese Waren fertigen mussten.Charakteristisch für die Arbeit von politischen Häftlingen in DDR-Gefängnissen war, dass sie zusammen mit Kriminellen arbeiten mussten. Sie hatten mehr als »freie« Beschäftige zu leisten, verdienten aber wesentlich weniger als diese. Vielfach brachten veraltete Maschinen sie dabei in Lebensgefahr oder ruinierten ihre Gesundheit.Tobias Wunschik belegt mit neuen Aktenfunden, wie die Gefangenen ausgebeutet wurden und welche Firmen davon profitierten. Er beschreibt das Geschäft mit der Ware aus den DDR-Haftanstalten als Teil des innerdeutschen Handels.
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PDF, Tyska, 2018802 kr
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Mit bis zu 3500 Gefangenen zählte Brandenburg-Görden zu den vier größten Haftanstalten der DDR. An diesem Fallbeispiel untersucht die Studie das Funktionieren des Strafvollzugs unter den politischen Vorgaben der SED. Es ist eine bittere Ironie der Geschichte, dass das Gefängnis, in dem Generalsekretär Erich Honecker vor 1945 als politischer Häftling einsaß, in der DDR wieder dazu diente, politische Gegner gefangen zu halten.Die Studie beleuchtet auf der Grundlage zahlreicher, neu ausgewerteter Akten sämtliche Aspekte des Strafvollzugs: die Gefangenen, die Haftbedingungen, das Gefängnispersonal und die Staatssicherheit. Diese führte verdeckt Regie, indem sie Häftlinge ebenso wie deren Bewacher als Spitzel anwarb. Dabei schreckte sie noch nicht einmal vor der Instrumentalisierung des Gefängnispsychologen zurück.Die Haftwirklichkeit war durch kleinliche Regeln und die Benachteiligung der politischen Gefangenen geprägt. Es herrschte eine harte Disziplinarpraxis, die durch Willkürhandlungen von schlecht ausgebildeten und ideologisch indoktrinierten Aufsehern noch unerträglicher wurde. Fraternisierungstendenzen, die es in den fünfziger Jahren manchmal noch gab, wurden rigoros bekämpft.Die Häftlinge von Brandenburg-Görden mussten in unterschiedlichen Betrieben hart arbeiten. Zusätzlich ausgebeutet wurden sie durch das korrupte Verhalten des langjährigen autokratischen Leiters der Haftanstalt, Fritz Ackermann, der sich und seinen Leitungskadern von den Gefangenen illegal Eigenheime bauen ließ.Obwohl der Besuch westlicher Delegationen in den DDR-Gefängnissen unter Ulbricht und die Praxis des Häftlingsfreikaufs unter Honecker ein wenig zur Linderung der Haftbedingungen beitrugen, stellt sich die Frage, ob der Westen für die politischen Gefangenen in der DDR nicht mehr hätte erreichen können.
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PDF, Tyska, 2013447 kr
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1. 1 "Hitlers Kinder"? "Hitlers Kinder" - so nannte Jillian Becker 1977 die linksterroristische Baader Meinhof-Gruppe. 1 Anlaß für dieses gewagte Urteil war eine dramatische Flug zeug-Entführung im Vorjahr, als zwei deutsche und fünf palästinensische Terro risten gemeinsam eine aus Tel Aviv kommende Passagiermaschine in die ugandische Hauptstadt Entebbe entführt hatten. Dort verlangten die Täter, im Austausch für ihre Geiseln, die Freilassung von 40 Gesinnungsgenossen aus israelischer Haft. Um dem Nachdruck zu verleihen, trennten die Terroristen die jüdischen Passagiere von den anderen Fluggästen und bedrohten sie mit dem Leben. Einer der Israeli zeigte daraufhin eine in seinen Arm eingebrannte Num mer, die ihn als ehemaligen Insassen eines deutschen Konzentrationslagers aus wies, und fragte Wilfried Böse, einen der Täter, wie im Nachkriegsdeutschland so etwas noch möglich sei - er könne nicht recht an das Ende des Nationalsozialis mus glauben. Der deutsche Terrorist war sichtlich irritiert und antwortete, dies sei doch etwas völlig anderes: Als Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe strebten er und seine KampfgefahrteD schließlich die marxistische Weltrevolution an. Für die 2 israelischen Geiseln, so Becker, war dieser Unterschied nur schwer zu erkennen. Doch nicht nur aus Sicht der Opfer, so führte die Autorin weiter aus, hätten die Nationalsozialisten der dreißiger und die Terroristen der siebziger Jahre eini ges gemeinsam. Beide benutzten Gewalt und Terror, um ihren Gegnern den eigenen Willen aufzuzwingen. Die einen wie die anderen zeigten eine stark anti liberale und antidemokratische Haltung und demonstrierten einen elitären Führungsanspruch.
Del 85 - Schriften des Bundesarchivs
Freiheit auf der Strecke
Inbunden, Tyska, 2026
680 kr
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