This volume offers some new perspectives on the role of linguistic ideologies in forging the link between ‘language’ and ‘nation’. Language ideologies informing the discourse of linguistic nationalism can be assigned to three different categories, namely ‘ideology in language’, ‘ideology about language’, and ‘ideology in linguistics’. The individual contributions to this volume examine how ideologically charged beliefs about the correlation between ‘language’ and ‘nation’ developed. They also look into the consequences of linguistic nationalism in different areas: in linguistic conflicts, in public debates about the national language and its character, and in the very formation of modern linguistics as a discipline.
Del 385 - Europaeische Hochschulschriften / European University Studie
Henry James (1843-1916) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Bildungstradition Neuenglands. Diese Studie geht den sich wandelnden Aspekten von Kindheit und Adoleszenz in James’ Œuvre von der frühen Kurzprosa bis zu dem Roman What Maisie Knew (1897) nach. Erscheinen Kinder in seiner frühen Schaffensperiode als bloße Statisten des Geschehens, so rücken sie nach und nach ins Zentrum von Figurenkonstellationen und Handlung. Dem Seelenleben und Erleben von Kindern und Jugendlichen wird nun eine Bedeutung beigemessen, die mit Henry James’ tiefer philosophischer Überzeugung verknüpft ist und die die geistige Nähe zu seinem Bruder William James, dem Begründer des amerikanischen Pragmatismus, zeigt. Dadurch ist die Darstellung von Kindheit und Adoleszenz ein Schlüssel zum Verständnis des Jamesschen Gesamtwerkes, seines eigenen Erlebens und eine Antwort auf die Frage nach der Begründung eines Wirklichkeitskonzeptes. Einem wachsenden Sinnverlust, sozialer Fragmentierung und Anonymisierung stellt James die sinnstiftende Kraft der Idee von Kindheit und Adoleszenz gegenüber. Dadurch erscheinen seine Charaktere in einem neuen, modernen Licht, in dem Aspekte beleuchtet werden, die bis heute die Erziehungsdebatte und Entwicklungspsychologie maßgebend bestimmen.
In diesem Band kommen Autorinnen und Autoren nahezu aller philologischer Fächer zu Wort. Die Beiträge wenden sich exemplarisch der Geschichte einzelner philologischer Fächer und der Entwicklung der Teildisziplinen Literatur-, Sprach- und Kulturwissenschaft und ihrem Verhältnis zueinander zu. Im Zentrum steht die kritische Frage, ob sich die disziplinäre Teilung noch auf einen ‘gemeinsamen’ Gegenstand bezieht oder ob die Teilung endgültig ist. Die Beiträge zeigen, dass nach einer Periode der Abgrenzung nun wieder Konvergenzen zu erkennen sind, die über die Einzeldisziplinen hinweg auf die Teilhabe an einem gemeinsamen Gegenstand zielen.