In his 'De anima et resurrectione', the church father Gregory of Nyssa (4th century A.D.) presents the Christian doctrine of resurrection. His argument is based on the ancient understanding of the soul. Gregory continues, both in form (dialogue) and in content (teaching on the immortality of the soul), the philosophical tradition, especially in its Platonic shape. But he develops it further by seeking a logical foundation for the Christian doctrine of the resurrection of the body including apokatastasis. This Greek text presents a first critical edition based on all the available manuscripts (72). It is, in method as well as in its presentation, part of the famous edition Gregorii Nysseni Opera, going back to Werner Jaeger and Hermann Langerbeck.In dieser Schrift legt der Kirchenvater Gregor von Nyssa (4. Jahrhundert) die christliche Lehre von der Auferstehung dar. Seine Argumentation geht von der Definition der Seele aus. Dabei knüpft er, in Form (Dialog) und Inhalt (Unsterblichkeitslehre), an philosophische Traditionen an. Die Nähe zu Plato ist groß. Aber Gregor versucht darüber hinaus zu beweisen, dass die christliche Lehre von der Auferstehung des Leibes logisch ist und die Apokatastasis einschließt.Der griechische Text ist die erste kritische Edition, die sich auf alle erreichbaren Handschriften (72) stützt. In Arbeitsmethode und Textpräsentation reiht sie sich in die große Ausgabe Gregorii Nysseni Opera, die Werner Jaeger und Hermann Langerbeck begründet haben, ein.
Del 95 - Europaeische Hochschulschriften / European University Studie
Die in diesem Buch vorliegenden philologischen Untersuchungen gehen von der Erklärungsbedürftigkeit der Seelenteilung im vierten Buch der platonischen Politeia aus, durch die Platon den Thymos zu einem inneren seelischen Prinzip menschlichen Denkens und Handelns erhebt. Der Sinn dieses Thymos ist nicht nur im Hinblick auf seine Bedeutung in den Zeugnissen der griechischen Literatur vor Platon, sondern gerade auch im Hinblick auf die Bedeutung und den Stellenwert, den er bei Platon gewinnt, nicht einhellig beschrieben worden, weder etymologisch noch psychologisch noch ethisch. Die Interpretationen legen die Analyse der Seele im vierten Buch der Politeia zugrunde und versuchen auf dem Fundament einer begründeten Hermeneutik die Aussagen Platons über thymetisches Denken und Handeln zu überprüfen und zu deuten. Es erweist sich, dass unser Denken über das Gute, wie Gerechtigkeit, Schönheit, Harmonie, in einer Gemeinschaft sowie in uns selbst, bzw. seine Gegensätze uns durch unsere Erziehung und Erfahrung gelehrt werden, noch bevor wir lernen, über unser Denken Rechenschaft abzulegen. Daher urteilen wir über das Gute thymetisch nicht mit Wissen, sondern, wie das Platon ausdrückt, in Meinungen. Die Freude bzw. der Widerwille, von denen unser Urteilen im Thymos begleitet wird, die Erkenntnisse, die wir in unserem thymetischen Urteilen verbinden, und die Gegenstände, die wir schließlich aus unserem Thymos durch Gewohnheit verfolgen bzw. vermeiden, bilden in uns eine stabile oder instabile thymetische Charakterdimension, in der wir nach Platon zur Tapferkeit richtig gebildet werden, in der wir ungebildet aber vielfältige ungerechte und unbeherrschte Denk- und Verhaltensweisen zeigen. Das illustriert Platon in zahlreichen Passagen seiner Dichtungen.