Die Hessische Passionsspielgruppe – serie
- Inbunden, Tyska, 2002
10 632 kr
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Die Gesamtausgabe der Hessischen Passionsspielgruppe umfaßt drei Bände, in denen die einzelnen Überlieferungszweige nicht nur auf der handschriftlichen Grundlage nach einheitlichen Editionsprinzipien neu ediert, sondern in ihrem textgeschichtlichen Zusammenhang durch Paralleldruck dokumentiert werden. Die Alsfelder Spieltradition zeichnet sich zusätzlich dadurch aus, daß sich allein im Spieltext vier Bearbeitungsschichten zwischen Ende des 15. Jahrhunderts und 1517 unterscheiden lassen, zu denen sich noch Textauszüge für Einzelrollen und ein Regiebuch - gleichfalls mit signifikanten Textänderungen - stellen. Zusammen mit der "Friedberger Dirigierrolle" (in einer neuen Rekonstruktion des verschollenen Textes) und dem "Fritzlarer Passionsspielfragment" läßt sich gerade am vorliegenden Band nahezu einmalig eine Vorstellung von Textkonstanz und -varianz im Detail, von der Bandbreite bei der Um- und Neugestaltung innerhalb des Handlungsverlaufs und der Szenenstruktur auch bei den vielen spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Spielen gewinnen, bei denen die Überlieferungslage weniger günstig ist. Über 60 Melodien vermitteln einen Eindruck von der musikalischen Gestaltung vergleichbarer Spiele, ein Spielerverzeichnis gibt Einblicke ins gesellschaftliche Umfeld der Spieler. Band 3 wird die Gesamtedition mit dem "Heidelberger Passionsspiel" als Leittext des Paralleldrucks bieten. Zu den einzelnen Bänden sind jeweils auch Kommentarbände vorgesehen.
- Inbunden, Tyska, 2004
6 346 kr
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Die Gesamtausgabe der Hessischen Passionsspielgruppe wird mit der Edition des Heidelberger Passionsspiels abgeschlossen. Damit liegen alle Spielzeugnisse dieser bedeutenden spätmittelalterlich-frühneuhochdeutschen Spielgruppe in einer Neuausgabe vor, in der die einzelnen Überlieferungszeugnisse nicht nur auf der handschriftlichen Grundlage nach einheitlichen Prinzipien ediert, sondern in ihrem textgeschichtlichen Zusammenhang durch Paralleldruck dokumentiert sind. Innerhalb des Gesamtkorpus wartet das Heidelberger Passionsspiel mit mehreren Besonderheiten auf: Es repräsentiert eine ältere, erst durch die Parallelisierung erkannte Frankfurter Spieltradition (greifbar in der Frankfurter Dirigierrolle, im Frankfurter Passionsspiel, im Frankfurter Passionsspielfragment), es umfaßt als einziges Spiel der Frankfurter Passionsspielgruppe 13 alttestamentliche Präfigurationen und es steht in einem merkwürdigen Spannungsfeld zwischen Dokumentation oder Konzeption eines Spieltextes und der Aufzeichnung zu Lesezwecken einschließlich der Nennung beigezogener Bibelstellen. Die Edition im Paralleldruck, der neben der Frankfurter Spieltradition auch das Alsfelder Passionsspiel und das Fritzlarer Passionsspielfragment berücksichtigt, dokumentiert erstmals, wo der anonyme Autor aus der Tradition geschöpft hat und wo vermutlich Eigenleistungen vorliegen, die dem Spiel seinen besonderen Charakter verleihen. Zu den einzelnen Bänden der Edition erscheinen jeweils Kommentare. - Inbunden, Tyska, 2002
4 114 kr
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Der Kommentar bezieht sich auf Band 1 der neuedierten »Hessischen Passionsspielgruppe« (1997). Während die Textausgabe in der erstmaligen Dokumentation von Textkonstanz und -varianz im Gefolge von Um- und Neuinszenierungen Pionierarbeit leistete, stellt der Kommentar die erste umfassende Untersuchung der »Frankfurter Spiele« dar. Damit ist zunächst eine deutliche Lücke zu Geschichte und literarischem Leben einer Reichsstadt geschlossen, die als Wahlort der deutschen Könige und Schauplatz von Reichstagen sowie von Messen mit europaweitem Einzugsgebiet Vorortfunktion im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hatte. Die »Frankfurter Spiele« werden nach einem neuentwickelten, umfassenden Kommentarschema nahezu erschöpfend erklärt. Mit der neuen Kommentierungsweise ist es möglich, geistliche Spiele als inszenierbar zu verstehen, statt wie bisher nur als Lesedramen.
- Inbunden, Tyska, 2008
4 556 kr
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Das Alsfelder Passionsspiel, ein drei Tage umfassendes spätmittelalterliches Drama, gehört zur Hessischen Passionsspielgruppe und stellt innerhalb dieser die umfangreichste Entfaltung der Spieltradition dar. In besonderem Maße werden beim Alsfelder Passionsspiel durch Erweiterungs- und Bearbeitungseinträge in die Spielhandschrift die Arbeit am Text und durch die erhaltenen parallelen Spielzeugnisse die Entstehung eines Spielerverzeichnisses, einer Bühnenskizze sowie durch die teilweise Beigabe von Noten die szenische Umsetzung sichtbar. Der Kommentar (Ergänzungsband 2 der Reihe "Hessische Passionsspielgruppe") erschließt den Spieltext im Kontext der Begleitzeugnisse szenenweise nach einem einheitlichen Schema: (1) Sprachliche Erläuterungen eröffnen auf sprachwissenschaftlicher Grundlage auch Nicht-Altgermanisten einen Zugang zu den lateinischen Bühnenanweisungen und den rheinfränkischen Versen, die hohen Stil ebenso kennen wie derbe Beschimpfungen; (2) die Angabe der Quellen dokumentiert den Umfang des Rückgriffs auf das Repertoire der Liturgie; (3) die Darstellung der Szenenparallelen zeigt die Stellung des Spiels im Kontext der Hessischen Passionsspielgruppe; (4) die Analyse der Szenengestaltung bringt zentral eine Rekonstruktion des Bühnengeschehens.