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Karl Friedrich Köppen (1808–1863) gehörte neben Karl Marx, Bruno und Edgar Bauer sowie Max Stirner zu den bekanntesten Vertretern des Berliner Kreises der Junghegelianer. Nach jahrzehntelangen Forschungen zum Junghegelianismus legt Heinz Pepperle nunmehr die erste repräsentative Auswahl der bislang schwer zugänglichen Schriften Köppens vor, die dessen ideengeschichtliche Entwicklung aufzeigt und nachweist, wie er in die geistigen Auseinandersetzungen um Menschenrechte und Demokratie in Deutschland eingriff. Im Mittelpunkt des ersten Bandes stehen neben einer umfangreichen biographischen und werkanalytischen Einführung des Herausgebers Köppens Schriften "Über Schubarths Unvereinbarkeit der Hegelschen Lehre mit dem Preußischen Staate" und "Friedrich der Große und seine Widersacher". Der zweite Band enthält u. a. die Arbeiten "Fichte und Revolution", "Hexen und Hexenprozesse", sämtliche Briefe und Dokumente sowie ein umfassendes Register.
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Nach unserer Auffassung ist der Begriff der Arbeit als „das (disseitige) sich zum Dinge/Gegenstande machen" ein leistungsstarkes Konzept, auf dessen Grundlage in der Philosophie des Geistes von 1805/06 eine aus heutiger Sicht aufschlußreiche Analyse und Kritik der bürgerlichen Gesellschaft entwickelt wird. Der Nachweis dieser These ist der Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Zu diesem Zweck wird eine eingehende Analyse der diesbezüglich relevanten Textstellen aus der Philosophie des Geistes vorgenommen.
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Das Eröffnungskapitel von Hegels Phänomenologie des Geistes hat wegen der Tragweite ihrer Behauptung, das Wahre der sinnlichen Gewißheit sei identisch mit dem nur in der Sprache zu erfassenden Allgemeinen, und wegen der äußersten Komprimiertheit der Argumentation, mit der Hegel seine These darzulegen beansprucht, eine Vielzahl verschiedener Interpretationen hervorgerufen. Abweichend von bisherigen Ansätzen betont Brady Bowman in seiner Studie die positive Funktion der sinnlichen Gewißheit des Absoluten als Ausgangspunkt von Hegels „Darstellung des erscheinenden Wissens“. Indem er die Analyse der z.T. stark rekonstruktionsbedürftigen Argumentation zu den philosophiehistorischen Referenzen und zum Gesamtzusammenhang der Phänomenologie des Geistes in Beziehung setzt, liefert er eine umfassende Interpretation des Textes. Dabei beleuchtet der Autor zugleich die Hintergründe in der antiken Philosophie, im klassischem Empirismus, in der Philosophie des Common Sense sowie im Umfeld der klassischen deutschen Philosophie; zugleich jedoch verfolgt er systematische Bezüge bis in die Sprachphilosophie der Gegenwart.
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Freiheit der Reflexion – Reflexivität der Freiheit: beide Ausdrücke bedeuten einen Zusammenhang zwischen der theoretischen und der praktischen Philosophie. Zentrale Bedeutung für die theoretische Philosophie kommt der Reflexion nicht erst bei Hegel zu, sondern die Konstruktion theoretischer Zusammenhänge erfolgt seit den Anfängen der Metaphysik über reflexive Bestimmungen, also solche, die einen Bezug auf sich selbst enthalten: So liegt in jeder Abkürzung eines unendlichen Regresses hinter der dogmatischen Setzung der Anspruch, daß dieses gesetzte Glied aus sich selbst gilt, wo nicht die Philosophie sich selbst als autoritären Sophismus versteht.
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Die vorliegende Studie interpretiert Hegels Schlußlehre aus ihrem historischen und systematischen Zusammenhang. Der Beitrag der Schlußlehre besteht in dem Nachweis, daß die gängigen Theorien von der Natur des Begriffs - verstanden als ein Merkmal oder eine Klasse von Gegenständen - die Funktion des mittleren Terms nicht zu erklären vermögen. Mit der Schlußlehre verfolgt Hegel keine formallogische Zielsetzung, sondern bewegt sich ganz im Rahmen seiner spekulativen Metaphysik.
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Das "System der Sittlichkeit" (1802/03) stellt die erste Vorform von Hegels Philosophie des Geistes dar. In seinem Versuch einer philosophischen Rekonstruktion der Sittlichkeit fragt Hegel, wie sich das moderne Subjekt in die verschiedenen Sphären des gesellschaftlichen und politischen Lebens integriert. Er sucht nach den Bindungskräften, die das in seiner Persönlichkeit dem Anspruch nach unverletzliche Individuum vor Isolierung und Entfremdung bewahren und ein erfülltes Zusammenleben sowie die Verwirklichung von Freiheit sichern sollen. Hegels Manuskript, das nach heutigem Sprachgebrauch die früheste systematische Gestalt seiner praktischen Philosophie enthält, gilt als einer der schwierigsten Texte der Philosophiegeschichte. Nun liegt erstmals ein durchgehender Kommentar dieses zentralen Werks vor. Das Buch gewährt umfassenden Einblick in Entstehungsbedingungen und Rezeptionsgeschichte sowie Aufbau und Argumentationsgang des Textes und analysiert dessen Bestreben, Philosophie mit Gesellschafts- und Sozialtheorie zu verbinden. Zahlreiche Einsichten, die im "System der Sittlichkeit" erstmals formuliert und hier rekonstruiert werden, gehören heute wie selbstverständlich zum anerkannten Wissensstand. In gewisser Hinsicht nimmt diese frühe Gestalt der Hegelschen Philosophie sogar nachhegelsches Philosophieren vorweg.
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