Bevor das Jahr 1911 anbrach, war die Mona Lisa zwar bekannt, aber keineswegs die weltweite Ikone, die sie heute ist. Sie war nur eines von vielen Bildern im Louvre. Das anderte sich schlagartig an einem Montagmorgen im August, als Vincenzo Peruggia, ein italienischer Glaser, das Gemalde einfach von der Wand nahm, unter seinem Kittel versteckte und aus dem Museum spazierte. "e;Der Mona Lisa Coup"e; rekonstruiert den dreistesten Kunstraub der Geschichte. Peruggia handelte nicht aus Geldgier, sondern aus einem missverstandenen Patriotismus: Er wollte das Meisterwerk von Da Vinci "e;heim"e; nach Italien bringen, im Glauben, Napoleon habe es gestohlen. Zwei Jahre lang versteckte er das Bild in einer einfachen Holzkiste unter seinem Bett in einer Pariser Dachkammer, wahrend die Polizei weltweit nach einer internationalen Bande suchte. Autorin Claudia Weber zeigt auf, wie erst das mediale Echo dieses Diebstahls die leere Wand, die Tausende besuchten das Lacheln der Mona Lisa unsterblich machte. Es ist eine Geschichte uber nationale Ehre, polizeiliches Versagen und die Geburt des modernen Ruhms durch Abwesenheit.