Hochschulen sind weder frei von diskriminierenden Handlungen noch von sexualisierten Ubergriffen. Vielmehr sind sie auf drei Ebenen involviert: Hochschulen konnen zum einen Tatorte sein, zum anderen Orte der Sensibilisierung und schlielich Orte der Vermittlung. Insbesondere Hochschulen mit padagogischen Studiengangen bilden Studierende fur die padagogische Praxis und den Sozialbereich aus und sollten dementsprechend Wissen uber sexualisierte Belastigung, Diskriminierung und Gewalt, uber den professionellen Umgang mit Nahe und Distanz, aber auch Handlungskompetenzen in Fragen der Pravention und Intervention vermitteln. Der vorliegende Band behandelt diese Themen auf verschiedenen Ebenen. Er prasentiert aktuelle empirische Daten zu sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen und analysiert sie vor dem Hintergrund von Macht- und Gewaltverhaltnissen. Daruber hinaus werden Praventions-, Interventions- und Beratungsangebote von Hochschulen untersucht, Bedarfe verschiedener Hochschulakteur*innen berucksichtigt sowie die Expertise von Fachberatungsstellen einbezogen. Dabei werden auch Herausforderungen bei der institutionellen Umsetzung thematisiert und abschlieend Handlungsempfehlungen ausgesprochen.