Andrea Kieling – författare
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Im Gesundheitsrecht wirken Normalitätsvorstellungen fort, die nicht immer mit medizinischen Erkenntnissen und gesellschaftlichen Lebenswirklichkeiten übereinstimmen. Die geschlechtersensible Medizin weist seit Langem darauf hin, dass Krankheitssymptome und Therapiewirkungen variieren können, was auch das Leistungsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung vor Herausforderungen stellt. Hinzu treten Fragen der Geschlechtervarianz, insbesondere zur Regelung von Ansprüchen auf körperverändernde medizinische Maßnahmen. Auch das Recht der assistierten Reproduktion ist von Normalitätsannahmen geprägt und wirft im Lichte reproduktiver Rechte neue Bewertungsfragen auf. Der Sammelband versammelt interdisziplinäre Beiträge einer Tagung des INEGES.
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Der Band beleuchtet zentrale Fragen zur Balance zwischen Patientenwohl und den finanziellen Rahmenbedingungen des GKV-Systems. Es zeigt auf, wie das Spannungsfeld zwischen evidenzbasierter Medizin und Innovationen, deren Wirksamkeit (noch) nicht vollständig belegt ist, gelöst werden kann. Der Fokus liegt dabei auf Abweichungen vom Wirksamkeitsgebot und den verfassungsrechtlichen Ansprüchen der Versicherten. Er bietet eine fundierte Analyse aktueller Herausforderungen und zeigt Lösungswege auf. Die Beiträge sind anlässlich einer gleichlautenden Vortragsreihe im Sommersemester 2024 entstanden.Mit Beiträgen vonProf. Dr. Ulrich Becker | PD Dr. Hannes Beyerbach | Prof. Dr. Dagmar Felix | Prof. Dr. Friederike Gebhard
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Der deutsche Sozialstaat gewährt Leistungen durch ein differenziertes und fragmentiertes System verschiedener Sozialleistungen. Das Gesundheitswesen weist durch seine drei Säulen eine interne Versäulungsstruktur auf und produziert Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen GKV und anderen Sozialleistungsträgern. Dadurch können Versorgungslücken, aber auch Doppelstrukturen mit einer Überversorgung entstehen. Das Werk enthält die Vorträge der gleichnamigen Tagung des Instituts für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht (ineges), auf der unterschiedlichen Schnittstellenproblemen nachgegangen, ihre Entstehung erläutert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden. Mit Beiträgen von Prof. Dr. Wiebke Brose | Prof. Dr. Martin Burgi | Dr. Carsten Dochow | Dr. Sandra Fischer | Sonja Laag | Prof. Dr. Katja Nebe | Caroline Schulte Oestrich | Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey