Die moderne mikroökonomische Literatur vernachlässigt den Unternehmer. Auch nach den Einflüssen der Wirtschaftstheorie auf die Politik wird kaum noch gefragt. In Form einer historischen Fallstudie geht die Untersuchung der Frage nach, welche Auswirkungen das Unternehmerbild der nationalökonomischen Wissenschaft des 18. Jahrhunderts auf das Unternehmerbild und die Gewerbepolitik der politischen Entscheidungsträger des 18. und 19. Jahrhunderts in Preußen hatte. Merkantilistische, physiokratische und liberale Ökonomen haben Unternehmerbilder gezeichnet. Besonders die liberale Wirtschaftstheorie (Adam Smith) hat das Unternehmerbild der nationalökonomischen Wissenschaft und der politischen Entscheidungsträger grundlegend verändert. Die Gewerbepolitik im nachnapoleonischen Preußen lässt sich deutlich auf dieses veränderte Bild vom Unternehmer zurückführen.
Die sogenannte Tonnagesteuerregelung für Einkünfte aus dem Betrieb von Seeschiffen ist das wohl eigenartigste «Gewächs» im Artenreichtum des deutschen Steuersystems. Sie stellt eine einzigartige Durchbrechung des Grundprinzips der Besteuerung nach dem Ist-Einkommen bzw. Ist-Gewinn dar und bildet faktisch, wie nachgewiesen wird, eher eine Steuerbefreiung als eine besondere technische Besteuerungsvariante. In den zehn Jahren ihres Bestehens hat sie eine beeindruckende Zahl von steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Veröffentlichungen hervorgerufen. In der volkswirtschaftlichen Steuerlehre dagegen hat die Tonnagesteuer bisher keine Beachtung gefunden. Die Arbeit liefert einen steuersystematischen Vergleich der nationalen Steuerregelungen sowie eine Analyse der Entstehungsgeschichte der deutschen Tonnagesteuer und der Zielvorstellungen des Gesetzgebers. Sie präsentiert ferner eine Quantifizierung der mit der Regelung verbundenen Steuermindereinnahmen und unternimmt erstmals eine volkswirtschaftliche Bewertung.
Die moderne mikroökonomische Literatur vernachlässigt den Unternehmer. Auch nach den Einflüssen der Wirtschaftstheorie auf die Politik wird kaum noch gefragt. In Form einer historischen Fallstudie geht die Untersuchung der Frage nach, welche Auswirkungen das Unternehmerbild der nationalökonomischen Wissenschaft des 18. Jahrhunderts auf das Unternehmerbild und die Gewerbepolitik der politischen Entscheidungsträger des 18. und 19. Jahrhunderts in Preußen hatte. Merkantilistische, physiokratische und liberale Ökonomen haben Unternehmerbilder gezeichnet. Besonders die liberale Wirtschaftstheorie (Adam Smith) hat das Unternehmerbild der nationalökonomischen Wissenschaft und der politischen Entscheidungsträger grundlegend verändert. Die Gewerbepolitik im nachnapoleonischen Preußen lässt sich deutlich auf dieses veränderte Bild vom Unternehmer zurückführen.
Die sogenannte Tonnagesteuerregelung für Einkünfte aus dem Betrieb von Seeschiffen ist das wohl eigenartigste «Gewächs» im Artenreichtum des deutschen Steuersystems. Sie stellt eine einzigartige Durchbrechung des Grundprinzips der Besteuerung nach dem Ist-Einkommen bzw. Ist-Gewinn dar und bildet faktisch, wie nachgewiesen wird, eher eine Steuerbefreiung als eine besondere technische Besteuerungsvariante. In den zehn Jahren ihres Bestehens hat sie eine beeindruckende Zahl von steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Veröffentlichungen hervorgerufen. In der volkswirtschaftlichen Steuerlehre dagegen hat die Tonnagesteuer bisher keine Beachtung gefunden. Die Arbeit liefert einen steuersystematischen Vergleich der nationalen Steuerregelungen sowie eine Analyse der Entstehungsgeschichte der deutschen Tonnagesteuer und der Zielvorstellungen des Gesetzgebers. Sie präsentiert ferner eine Quantifizierung der mit der Regelung verbundenen Steuermindereinnahmen und unternimmt erstmals eine volkswirtschaftliche Bewertung.