Christoph von Wolzogen – författare
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Christian Daniel Rauch und Karl Friedrich Schinkel sind als Bildhauer, Architekt und Gestalter weltbekannt. Weniger bekannt ist jedoch die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit dieser beiden Genies, der kreative Dialog von Werkstatt zu Werkstatt. Zahlreiche zwischen ihnen gewechselte Briefe fanden sich nun in Berlin und Krakau. In dieser Korrespondenz, die den Staub der Ateliers ebenso atmet wie den Esprit der Goethezeit, wird der Geist des humanistisch geprägten Klassizismus lebendig. Die Betrachtung der Kunst erfolgt dabei weniger aus der Gipfelhöhe von Theorien als aus der alltäglichen Sicht auf die Praxis in den Ateliers. Die insgesamt 55 Briefe lassen den Leser in eine Welt eintauchen, die durch ihre Schöpfungen in Berlin und Brandenburg und weit darüber hinaus ebenso unvergänglich ist wie die lebenslange Freundschaft von Rauch und Schinkel. Als Künstler war Rauch ein Solitär und jedem "gemeinschaftlichen Entwurf" abhold, allerdings "ausgenommen mit Schinkel", wie er im Tagebuch notierte, da "dessen Biegsamkeit gleich von der Stelle hilft, und nie langwierige Diskussionen veranlasst".
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Hans (Johann) Ludwig Freiherr von Wolzogen und Neuhaus (1600–1606) gehört zu den herausragenden Gestalten des polnischen Sozinianismus bzw. der sogenannten Polnischen Brüder. In Polen rechnet man ihn noch heute wegen seiner Beschäftigung mit der Mathematik zu den Vorläufern der Lemberg-Warschauer Schule des logischen Rationalismus. Wolzogens Anmerkungen zu Descartes'' Meditationen sind zunächst ein herausragendes Beispiel der zeitgenössischen Descartes-Rezeption. Sie verraten darüber hinaus auch ein eigenständiges philosophisches Interesse im Sozinianismus, der eine wichtige Quelle der Frühaufklärung ist. Um diese Kontinuität abzubilden, eignet sich die vorliegende Übersetzung der polnischen Edition von Ludwik Chmaj aus dem Jahr 1957 besonders gut. Während sich die Anmerkungen des Übersetzers Adam Galamaga auf Wolzogens Schrift konzentrieren, bietet Christoph von Wolzogen auf der Basis der neuesten Forschungen, aber auch bisher unbeachteter Quellen, zum ersten Mal einen biographisch-philosophischen Überblick über das Leben dieses illustren Autors, der im Gespräch mit seinem theologischen Gegner Comenius eine Didaktik der Mathematik entwickelte und durch seine frühaufklärerischen Schriften noch auf Wilhelm Dilthey wirkte.