Judentum, Antisemitismus und deutschsprachige Literatur vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg
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Neuedition Der Ausgabe Von 1884 Mit Kommentaren Und Indices
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Die Briefe Berthold Auerbachs an Jakob Auerbach gehören zu den wichtigsten Quellen der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren (1830–1882) vertraut der Autor seinem religionspädagogisch tätigen Freund nicht nur Ereignisse seines privaten Lebens an, das unauflöslich mit der Emanzipationsproblematik der Juden verbunden ist, sondern entwirft ein plastisches Bild der literarischen und politisch-liberalen Netzwerke, in denen ihm wegen seines Judentums freilich keine unumstrittene Position eingeräumt wird. Die Erstausgabe der Briefe, 1884 herausgegeben vom Adressaten und mit einer Einleitung von Friedrich Spielhagen versehen, wird mit dieser Edition erstmalig neu aufgelegt. Die mit einem Kommentar sowie Personen- und Sachindices versehene Neuausgabe in 3 Teilbänden folgt dem neuerlichen Interesse am Briefwechsel und seinem Autor.
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Die Briefe Berthold Auerbachs an Jakob Auerbach gehören zu den wichtigsten Quellen der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren (1830–1882) vertraut der Autor seinem religionspädagogisch tätigen Freund nicht nur Ereignisse seines privaten Lebens an, das unauflöslich mit der Emanzipationsproblematik der Juden verbunden ist, sondern entwirft ein plastisches Bild der literarischen und politisch-liberalen Netzwerke, in denen ihm wegen seines Judentums freilich keine unumstrittene Position eingeräumt wird. Die Erstausgabe der Briefe, 1884 herausgegeben vom Adressaten und mit einer Einleitung von Friedrich Spielhagen versehen, wird mit dieser Edition erstmalig neu aufgelegt. Die mit einem Kommentar sowie Personen- und Sachindices versehene Neuausgabe in 3 Teilbänden folgt dem neuerlichen Interesse am Briefwechsel und seinem Autor.
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Die jüdische Erfahrung der Vertreibung aus dem vertrauten kulturellen, sprachlichen und sozialen Milieu zur Zeit des Dritten Reichs und die Versuche, unter den Bedingungen des Exils damit umzugehen, können in vieler Hinsicht als paradigmatisch für entsprechende Erfahrungen von Millionen von Flüchtlingen und Migranten in unseren Tagen angesehen werden. In einer im April 2011 vom German Department der Hebräischen Universität Jerusalem veranstalteten Konferenz wurden an Texten deutsch-jüdischer Exilanten die verschiedensten Identitätskonstruktionen und Zugehörigkeitsmodelle untersucht, die den Abgrund zwischen Hier und Dort überbrücken sollten. Die einzelnen Beiträge behandeln u.a. Versuche der Identitätskonstruktion bzw. -rekonstruktion deutsch-jüdischer Autoren, die in sprachlicher Isolation zu leben gezwungen waren und die öffentliche Funktion der Sprache aufgeben mussten. Alternative Konzepte von Identität und Solidarität, die von den im Namen einer Ideologie, Rasse oder Religion Verfolgten in ihren Texten entwickelt wurden, aber auch neue Wahrnehmungen von Exil, das in der jüdischen Tradition immer schon die nationale und kulturelle Identität bestimmt hat, gehören zu den Themen des Bandes.
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Die Briefe Berthold Auerbachs an Jakob Auerbach gehören zu den wichtigsten Quellen der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren (1830–1882) vertraut der Autor seinem religionspädagogisch tätigen Freund nicht nur Ereignisse seines privaten Lebens an, das unauflöslich mit der Emanzipationsproblematik der Juden verbunden ist, sondern entwirft ein plastisches Bild der literarischen und politisch-liberalen Netzwerke, in denen ihm wegen seines Judentums freilich keine unumstrittene Position eingeräumt wird. Die Erstausgabe der Briefe, 1884 herausgegeben vom Adressaten und mit einer Einleitung von Friedrich Spielhagen versehen, wird mit dieser Edition erstmalig neu aufgelegt. Die mit einem Kommentar sowie Personen- und Sachindices versehene Neuausgabe in 3 Teilbänden folgt dem neuerlichen Interesse am Briefwechsel und seinem Autor.
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Seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts wird Ghettoliteratur - meist Erzähltexte, die aus unterschiedlichen Perspektiven jüdisches Leben im Ghetto behandeln - für gut acht Jahrzehnte zum wichtigsten Genre einer sich ausdifferenzierenden jüdischen Literatur in deutscher Sprache. Die Bedeutung dieses Genres für die deutsch-jüdische Literaturgeschichte, aber auch für die Literatur Mitteleuropas liegt in seiner Formenvielfalt wie in seinem transnationalen Charakter. Nicht zuletzt durch Übersetzungen in alle westlichen Kultursprachen reicht die Wirkung dieser Texte weit über den deutschen Sprachraum hinaus. Die Dokumentation zeichnet im »Teil 1: Rezeptionsdokumente« (Bände 53 und 54) anhand von mehr als 600 kommentierten Quellen (Grundsatzartikel, Artikel über einzelne Autoren, Rezensionen, Beiträge aus Literaturgeschichten etc.) die Rezeption des Genres bis zum Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts nach. Im umfangreichen »Teil 2: Autoren und Werke der Ghettoliteratur« (Band 55) werden die Primärtexte durch eine annotierte Bibliographie auch in ihren Inhalten erschlossen. Die Biographien der knapp hundert meist jüdischen Autoren von Ghettoliteratur belegen deren Heterogenität; gleichwohl haben sie für die jüdische Minderheit ein spezifisch jüdisches Genre kreiert, das sich, wie die Rezeption zeigt, in den Kontext einer allgemeinen europäischen Literaturgeschichte integrieren ließ. Eine umfangreiche Bibliographie der Sekundärliteratur sowie Personen- und Sachindices schließen die Dokumentation ab, die als Handbuch wie als Nachschlagewerk zu nutzen ist.
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Die Beiträge des Bandes sind aus einem Projekt des Aachener Lehr- und Forschungsgebiets Deutsch-jüdische Literaturgeschichte im Rahmen des trilateralen Forschungsschwerpunkts der DFG »Differenzierung und Integration. Sprache und Literatur deutschsprachiger Länder im Prozeß der Modernisierung« hervorgegangen. Es ging dabei um Diskurse deutsch-jüdischer Zeitschriften im Spannungsfeld von Akkulturation, Antisemitismus und jüdischer Identitätssuche. Ausgangspunkt war die Überzeugung, daß eine Analyse jüdischer Periodika in besonderer Weise geeignet ist, Lebensfragen der jüdischen Minderheit in den deutschsprachigen Ländern (Deutsches Kaiserreich, Habsburger Doppelmonarchie, Schweiz) auf allen wichtigen Feldern der Politik wie der Kultur zu rekonstruieren, ohne daß die Unmittelbarkeit der Auseinandersetzung zugunsten abstrahierender Thesen eingeebnet wird. In der Meinungsvielfalt des Mediums Presse sind Positionen in der Regel noch nicht endgültig fixiert, sondern bilden sich erst allmählich heraus. Es geht im wesentlichen um die Frage multipler Identitätsbestimmungen angesichts innerjüdischer wie äußerer Herausforderungen.
Im einzelnen werden in diesem Band exemplarisch folgende Themen behandelt: I. Zion und "Zionismus". Die deutsch-jüdische Presse und der Erste Baseler Zionistenkongreß (Achim Jaeger/Beate Wunsch); II. »Ein Gespenst geht um in Deutschland [...]«. Die "Ostjudenfrage" im Spiegel der deutschsprachigen jüdischen Presse während des Ersten Weltkriegs (Wilhelm Terlau/Beate Wunsch); III. Drei Stimmen im Weltkrieg. Die »Jüdischen Monatshefte«, das »Jüdische Jahrbuch für die Schweiz« und »Die Wahrheit. Unabhängige Zeitschrift für jüdische Interessen« (Beate Wunsch), IV. »Selbstwehr« - eine zionistische Zeitung im Ersten Weltkrieg (Wilhelm Terlau).
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Hyperion. Auf Der Textgrundlage Der Großen Stuttgarter Ausgabe.
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Beiträge Zu Seinem Leben Und Werk. Mit Einer Bibliographie
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Der Dichter und Literaturwissenschaftler Ludwig Strauß (1892 in Aachen geboren und 1953 in Jerusalem gestorben) repräsentiert in seinem Leben und Werk die Symbiose deutscher und jüdischer Kultur in einer selten begegnenden Reinheit. Der hier vorgelegte Sammelband zu Leben und Werk von Strauß, herausgegeben von dem ersten Inhaber der am Germanistischen Institut der RWTH Aachen etablierten 'Ludwig-Strauß-Professur für deutsch-jüdische Literaturgeschichte', umfasst Aufsätze, die aus Anlass seines 90. und seines 100. Geburtstages entstanden. Außerdem enthält er eine umfängliche Bibliographie der Quellen und der Sekundärliteratur. Damit besteht nun die Möglichkeit, die Persönlichkeit des Dichters und Literaturwissenschaftlers Strauß in ihren verschiedenen Facetten neu oder vertiefend kennen zu lernen.
Jüdische Autoren Aus Österreich. Neue Studien
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Die der Tel-Aviver Literarhistorikerin Margarita Pazi gewidmete Reihe neuer Studien zu jüdischen Autoren aus Österreich (darunter Franzos, Beer-Hofmann, Schnitzler, Broch, Roth, Kisch, Brod, Canetti, Celan, Ausländer) soll einer gewissen Tendenz zur Enthistorisierung in der Beurteilung ihres Werks entgegenwirken. Denn sie alle sind mehr oder weniger geprägt von der Eigenart des österreichischen Habsburgerreichs mit seinen vielfältigen literarischen Landschaften, die bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg weitergewirkt hat.
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Die Beiträge dieses Bandes gehen auf ein internationales und interdisziplinäres Symposion zurück, das im Oktober 1994 von der Bibliothèque Nationale Luxembourg in Verbindung mit dem Leo Baeck Institute London, dem Lehr- und Forschungsgebiet Deutsch-jüdische Literaturgeschichte der RWTH Aachen und dem Department of Hebrew and Comparative Literature der Universität Haifa veranstaltet wurde. Es ging um die Frage, welche Varianten es in Mitteleuropa im Zeitraum zwischen etwa 1870 und dem "Dritten Reich" bzw. dem Beginn des Zweiten Weltkriegs gab, sich persönlich wie kollektiv als Jude wahrzunehmen und ggf. zu definieren.
Debatten Über Den Ersten Zionistenkongreß, Die >Ostjudenfrage
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