Zwischen 1984 und 2009 wurden an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen 300 Doctores rerum politicarum (Dr. rer. pol.) promoviert. Dieses Werk umfasst eine Charakterisierung der Doktoren des letzten Vierteljahrhunderts mit tabellarischen Biographien und Fotos sowie die Ehrendoktoren, Honorarprofessoren, neu berufenen Professoren und Juniorprofessoren sowie die Habilitierten. Die Veränderungen in den Promotionsthemen spiegeln die Entwicklung der Disziplin in der jüngeren Vergangenheit wieder. Auch wird ersichtlich, wie sich die Absolventen beruflich positionieren konnten.Im Laufe der 175-jährigen Geschichte des Doktordiploms an dieser Fakultät sind insgesamt 2249 Promotionen abgeschlossen worden. Zu den Doctores dieser ältesten wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gehören viele bekannte Persönlichkeiten, darunter Bundespräsident Köhler.Nach einem ersten Doktorenbuch von 1984 und dem zweibändigen Professorenwerk von 2004 liegt mit diesem Band ein wesentlicher Beitrag zur Tübinger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte und darüber hinaus zur Soziologiegeschichte akademischer Berufe und Karrieren vor.
Neben der Wurdigung von Kurt Weichselberger enthalt die Festschrift 26 Beitrage namhafter Autoren zur Statistik und Wahrscheinlichkeitslehre. Teils handelt es sich um neue Ergebnisse, teils um Ubersichtsartikel. Die Arbeiten in Teil A betreffen Geschichte und Grundlagen von Okonometrie, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die Texte zur theoretischen Statistik in Teil B befassen sich mit Spiel- und Wettstrategien, Zeitreihenanalyse, stochastischer Ordnung, Dispersionsvergleich und Symmetrisierungshalbordnungen, Robustheit, Faktoren- und Hauptkomponentenanalyse, Versuchsauswertung sowie unscharfen Daten. Teil C enthalt Arbeiten zur Stichprobenmethodik und aus verschiedenen Anwendungsgebieten der Statistik, namlich den Wirtschaftswissenschaften, der Bevolkerungs- und Sozialwissenschaft sowie der Technik.
The biography and correspondence of Chuprov are additionally based on many archival sources and newspaper articles and his work is critically described. Becoming a mathematician, he nevertheless stressed the ties between statistics, logic and philosophy without due regards to mathematics. Then, mostly due to his long correspondence with Markov, he became mathematically oriented. Without abandoning statistics or its applications, he had been partly successful in uniting the Biometric school and the Continental direction of statistics. Nowadays, Chuprov is largely forgotten, to a large extent because the history of statistics in general is mostly neglected.