In den vergangenen zwei Jahrhunderten war das Rheinland Ort für Musik ersten Ranges. Mit der Region sind nicht nur die Namen einzelner Musikschaffender, sondern auch Einrichtungen von lokaler und überregionaler Bedeutung verbunden. Gleichwohl haben die politischen Brüche und gesellschaftlichen Transformationsbewegungen ihre Spuren in der Musiklandschaft des Rheinlands hinterlassen. Auf der politischen Dimension von Musik(-kunst) und ihrem Wechselspiel mit gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren, Institutionen und Trends liegt das Augenmerk dieses Bandes. Die Erkenntnisse aus der Musikgeschichte werden interdisziplinär rezipiert und durch eine landeshistorische Fragestellung in der Breite zugänglich gemacht.Die Beiträge des Bandes setzen an dieser Schnittstelle an, nehmen aber unterschiedliche Blickwinkel ein. Die Autorinnen und Autoren operieren wechselweise personen-, raum- oder institutionenbezogen. Abgerundet wird der Band von außerdisziplinären Impulsen mit einem stärkeren Gegenwartsbezug.
„Bonn“ ist zum Synonym der zweiten deutschen Republik und ihres „Wiederaufstiegs“ geworden. Die Stadt am Rhein nimmt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen prominenten Platz ein. Ohne die Verortung des politischen Geschehens in Bonn würde der Erinnerung an die „alte“ Bundesrepublik etwas fehlen. Auf diese räumliche Dimension der Geschichte legt der vorliegende Interviewband sein Hauptaugenmerk. Wie werden in der Rückschau der Alltag, aber auch besondere Anlässe im Regierungsviertel, in der Bundesverwaltung, im Stadtrat oder an der Universität wahrgenommen? Es entsteht ein facettenreiches Bild, das immer wieder zum Vergleich mit dem heutigen Hauptstadtbetrieb in Berlin einlädt. 15 Interviews behandeln unterschiedliche biographische und thematische Schwerpunkte. Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner verbinden mit der „Bonner Republik“ einen wichtigen Abschnitt ihrer persönlichen und beruflichen Biographie. Sie waren mit der Politik und Verwaltung in Bonn entweder auf Bundes- oder kommunaler Ebene oder als Beobachter des Hauptstadtgeschehens verbunden. Die Texte werden mit bisher nicht gezeigten Fotoaufnahmen aus den Beständen des Stadtarchivs und der Stadthistorischen Bibliothek Bonn illustriert.
Das Jahr 1815 bildete nicht nur für das internationale Staatensystem ein Epochenjahr. Denn die auf dem Wiener Kongress getroffenen Entscheidungen waren auch der Ausgangspunkt für den Übergang der bislang unter französischer Herrschaft stehenden Rheinlande an Preußen. Die Beschlüsse markierten den Anfang einer häufig von gegenseitigem Unverständnis und Vorurteilen begleiteten Beziehung, welche die Geschichte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prägen sollte. Spätestens 1822, im Gründungsjahr der preußischen Rheinprovinzen, war ein Rheinland entstanden, das nicht nur durch kulturelle, konfessionelle, soziale und demographische Unterschiede gekennzeichnet war, sondern das auch Gegensätze im Hinblick auf staatliche Traditionen vereinigte. Die Beiträge des Bandes zeichnen ein breites und vergleichendes Panorama des schwierigen Weges zueinander und gehen den damit einhergehenden Entwicklungen in den Bereichen von Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Kultur nach.
In den vergangenen zwei Jahrhunderten war das Rheinland Ort für Musik ersten Ranges. Mit der Region sind nicht nur die Namen einzelner Musikschaffender, sondern auch Einrichtungen von lokaler und überregionaler Bedeutung verbunden. Gleichwohl haben die politischen Brüche und gesellschaftlichen Transformationsbewegungen ihre Spuren in der Musiklandschaft des Rheinlands hinterlassen. Auf der politischen Dimension von Musik(-kunst) und ihrem Wechselspiel mit gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren, Institutionen und Trends liegt das Augenmerk dieses Bandes. Die Erkenntnisse aus der Musikgeschichte werden interdisziplinär rezipiert und durch eine landeshistorische Fragestellung in der Breite zugänglich gemacht.Die Beiträge des Bandes setzen an dieser Schnittstelle an, nehmen aber unterschiedliche Blickwinkel ein. Die Autorinnen und Autoren operieren wechselweise personen-, raum- oder institutionenbezogen. Abgerundet wird der Band von außerdisziplinären Impulsen mit einem stärkeren Gegenwartsbezug.
„Bonn“ ist zum Synonym der zweiten deutschen Republik und ihres „Wiederaufstiegs“ geworden. Die Stadt am Rhein nimmt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen prominenten Platz ein. Ohne die Verortung des politischen Geschehens in Bonn würde der Erinnerung an die „alte“ Bundesrepublik etwas fehlen. Auf diese räumliche Dimension der Geschichte legt der vorliegende Interviewband sein Hauptaugenmerk. Wie werden in der Rückschau der Alltag, aber auch besondere Anlässe im Regierungsviertel, in der Bundesverwaltung, im Stadtrat oder an der Universität wahrgenommen? Es entsteht ein facettenreiches Bild, das immer wieder zum Vergleich mit dem heutigen Hauptstadtbetrieb in Berlin einlädt. 15 Interviews behandeln unterschiedliche biographische und thematische Schwerpunkte. Die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner verbinden mit der „Bonner Republik“ einen wichtigen Abschnitt ihrer persönlichen und beruflichen Biographie. Sie waren mit der Politik und Verwaltung in Bonn entweder auf Bundes- oder kommunaler Ebene oder als Beobachter des Hauptstadtgeschehens verbunden. Die Texte werden mit bisher nicht gezeigten Fotoaufnahmen aus den Beständen des Stadtarchivs und der Stadthistorischen Bibliothek Bonn illustriert.
Das Jahr 1815 bildete nicht nur für das internationale Staatensystem ein Epochenjahr. Denn die auf dem Wiener Kongress getroffenen Entscheidungen waren auch der Ausgangspunkt für den Übergang der bislang unter französischer Herrschaft stehenden Rheinlande an Preußen. Die Beschlüsse markierten den Anfang einer häufig von gegenseitigem Unverständnis und Vorurteilen begleiteten Beziehung, welche die Geschichte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prägen sollte. Spätestens 1822, im Gründungsjahr der preußischen Rheinprovinzen, war ein Rheinland entstanden, das nicht nur durch kulturelle, konfessionelle, soziale und demographische Unterschiede gekennzeichnet war, sondern das auch Gegensätze im Hinblick auf staatliche Traditionen vereinigte. Die Beiträge des Bandes zeichnen ein breites und vergleichendes Panorama des schwierigen Weges zueinander und gehen den damit einhergehenden Entwicklungen in den Bereichen von Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Kultur nach.