Sportgroßevents ziehen Besuchermassen aus dem In- und Ausland an und stellen zunehmend ein Instrument der Standortpolitik der jeweiligen Austragungsorte dar. Damit können durch gesellschaftliche Mobilisierung, Werbe- und Imageeffekte sowie nicht zuletzt wirtschaftliche Wirkungen attraktive sozioökonomische Impulse in den Ausrichtungsregionen gesetzt werden. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war ein Meilenstein und eine einmalige Chance sowohl für die Praxis der veranstaltungsbasierten Standortpolitik als auch die Eventforschung in Deutschland. Mithilfe der umfangreichen Großerhebung leiten die Autoren erstmals eine Reihe von bedeutsamen Handlungshinweisen für den strategischen Einsatz und die konzeptionelle Implementierung von Großveranstaltungen ab.
Die UEFA EURO 2008TM wurde in Österreich und der Schweiz ausgerichtet. Um die die Auswirkungen des Mega-Events für Österreich ermitteln zu können, haben die Autoren empirische Daten mittels Fragebögen in zehn Sprachen erhoben. In Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg und Wien wurden über 8.000 Besuchern vor den Stadien und Fanzonen befragt. Auf dieser Grundlage berechnen die Autoren den direkten fiskalischen Impakt durch die Eventbesucher für ganz Österreich sowie explizit für jedes einzelne Bundesland. Darüber hinaus untersuchen sie mögliche langfristige touristische Wirkungen, die Zufriedenheit der Besucher mit der EURO sowie das Image von Österreich aus Sicht verschiedener Nationalitäten.