Plinius: ein früher Anwalt der NaturDie Natur in ihrer Vielfalt erhalten. Respektvoll mit den Tieren umgehen. Nachhaltig wirtschaften. Was nach aktuellen Debatten und Zielen klingt, propagierte bereits vor 2000 Jahren der römische Autor Plinius der Ältere in seinem berühmten Werk Naturgeschichte. Zugleich aber beuteten schon damals die Menschen die Erde aus, holzten Wälder ab, pflasterten Straßen und brachten Berge zum Einsturz. Der Altphilologe Tobias Dänzer hat zentrale Stellen aus Plinius'' Opus magnum ausgewählt und betrachtet sie aus heutiger Warte.
"Sei mir gegrüßt, Natur, du Mutter aller Dinge, und nimm es gütig auf, dass unter den Quiriten ich allein es bin, der dich in allen deinen Werken verherrlicht hat." Gaius Plinius SecundusGaius Plinius Secundus war so etwas wie der Diderot der römischen Antike. Seine ausführliche Naturgeschichte liefert einen umfassenden Überblick über alle bekannten Kulturtechniken und den Wissensstand seiner Zeit. Damit stellt sie eine unschätzbare Quelle des antiken Wissens dar. Dieser Auszug behandelt die damals gängige Elementenlehre und Kosmologie und dient als Einführung in das übrige Werk. Plinius rühmt die Freigiebigkeit und Hoheit, die Erhabenheit und Kraft der Natur und schreibt ihr göttliche Providenz zu.