This volume, the first of its kind in nearly two decades, comprises 16 articles on the Atharvaveda, India’s second oldest text, by the world’s leading scholars in the field, from India, Japan, Europe and North America. Linguistic, ritual, mythological, historical and hermeneutical aspects of the Atharvaveda are studied alongside its transmission, influence and reception, from a broad variety of theoretical and disciplinary perspectives.
Das periphrastische Kausativ ist eine bisher nur wenig beachtete grammatische Kategorie der vedischen Sprache, die hier zum ersten Mal eine systematische Behandlung erfährt. Es handelt sich dabei um Periphrasen der Struktur Finaler Ausdruck + Funktionsverb kar ''machen'' (bzw. + dha ''setzen''), die in bestimmten Fällen suppletiv neben das morphologische Kausativ (= áya-Präsens und paradigmatisch zugeordneter i reduplizierter Aorist) treten und so die Bildbarkeit der Kategorie Kausativ bei allen Verben sicherstellen. Insgesamt sind im vedischen Textkorpus 44 Stellen zu verzeichnen, die ein periphrastisches Kausativ enthalten: 32 im Rigveda, neun im Atharvaveda, zwei in Yajurveda-Mantras und eine in der Prosa (Aitareya-Brahmana). Die Kategorie wird im Lauf der vedischen Sprachgeschichte durch eine neugewonnene Produktivität des morphologischen Kausativs zurückgedrängt.
This volume, the first of its kind in nearly two decades, comprises 16 articles on the Atharvaveda, India’s second oldest text, by the world’s leading scholars in the field, from India, Japan, Europe and North America. Linguistic, ritual, mythological, historical and hermeneutical aspects of the Atharvaveda are studied alongside its transmission, influence and reception, from a broad variety of theoretical and disciplinary perspectives.
Das periphrastische Kausativ ist eine bisher nur wenig beachtete grammatische Kategorie der vedischen Sprache, die hier zum ersten Mal eine systematische Behandlung erfährt. Es handelt sich dabei um Periphrasen der Struktur Finaler Ausdruck + Funktionsverb kar ''machen'' (bzw. + dha ''setzen''), die in bestimmten Fällen suppletiv neben das morphologische Kausativ (= áya-Präsens und paradigmatisch zugeordneter i reduplizierter Aorist) treten und so die Bildbarkeit der Kategorie Kausativ bei allen Verben sicherstellen. Insgesamt sind im vedischen Textkorpus 44 Stellen zu verzeichnen, die ein periphrastisches Kausativ enthalten: 32 im Rigveda, neun im Atharvaveda, zwei in Yajurveda-Mantras und eine in der Prosa (Aitareya-Brahmana). Die Kategorie wird im Lauf der vedischen Sprachgeschichte durch eine neugewonnene Produktivität des morphologischen Kausativs zurückgedrängt.