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Die Editionswissenschaft ist eine Grundlagenwissenschaft fur alle Facher, in denen Medien der verschiedenen Art zuverlassig aufbereitet und zur Verfugung gestellt werden mussen. Entsprechend benotigen Editoren neben einem fundierten Fachwissen gute Kenntnisse in editorischer Theorie und Praxis. Da sich aber die Editionswissenschaft im wesentlichen aus der Germanistik entwickelt hat und oft noch als Hilfswissenschaft ohne groen Anspruch gilt, fehlt es an allgemeinen Richtlinien, die fur alle Facher gleichermaen gelten konnen. Theoretische Uberlegungen uber die Fachergrenzen hinaus gibt es kaum.
Das Studienbuch unternimmt den Versuch, sich nicht auf eine Disziplin und das Medium ‚Text' zu beschranken. Es hat aus diesem Grund stets die anderen Fachrichtungen und Medien (Musik, Bild, Film) im Blick. Zudem geht es nicht allein um praktische Probleme, sondern ebenso um theoretische, die wiederum nicht allein Texte betreffen. Ziel ist es, die Editionswissenschaft auf eine einheitliche Basis zu stellen und so zu zeigen, dass es sich tatsachlich um ein eigenstandiges Fach handelt.
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Georg Philipp Harsdörffer, der studierte Jurist, Philologe und Mathematiker, der Patrizier, Diplomat und Richter, ist einer der meistbehandelten Barock-Autoren der letzten beiden Jahrzehnte. Sein Wirken trifft auf die Wissenschaftsagenda unserer Gegenwart: Interdisziplinarität und Internationalisierung. Sein etwa fünfzig Bände umfassendes Gesamtwerk durchdringt nahezu alle Wissens- und Praxisbereiche, mit denen ein Mensch des 17. Jahrhunderts überhaupt in Berührung kommen konnte: ob Anthropologie oder Andacht, Tischsitten oder Technik, Verwaltung oder Verbrechen. Dazu orientiert sich Harsdörffer gleichermaßen an der humanistischen Gelehrtenkultur, am italienischen Manierismus, der französischen Erzählkunst, der spanischen Mystik und der englischen Wissenschaftstheorie. Harsdörffers Arbeiten sind solchermaßen eine Drehscheibe europäischer Literaturbeziehungen und ein Knotenpunkt sämtlicher Diskursfäden seines Zeitalters. Das entspricht dem sozialen Habitus des Berufspatriziers, dessen öffentliche Gesamtverantwortung keine Einschränkung vorsieht. Der vorliegende Band dokumentiert diese Vielfalt von den Voraussetzungen im Humanismus bis zu den ‚letzten Dingen' der Religion.
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Georg Philipp Harsdörffer, der studierte Jurist, Philologe und Mathematiker, der Patrizier, Diplomat und Richter, ist einer der meistbehandelten Barock-Autoren der letzten beiden Jahrzehnte. Sein Wirken trifft auf die Wissenschaftsagenda unserer Gegenwart: Interdisziplinarität und Internationalisierung. Sein etwa fünfzig Bände umfassendes Gesamtwerk durchdringt nahezu alle Wissens- und Praxisbereiche, mit denen ein Mensch des 17. Jahrhunderts überhaupt in Berührung kommen konnte: ob Anthropologie oder Andacht, Tischsitten oder Technik, Verwaltung oder Verbrechen. Dazu orientiert sich Harsdörffer gleichermaßen an der humanistischen Gelehrtenkultur, am italienischen Manierismus, der französischen Erzählkunst, der spanischen Mystik und der englischen Wissenschaftstheorie. Harsdörffers Arbeiten sind solchermaßen eine Drehscheibe europäischer Literaturbeziehungen und ein Knotenpunkt sämtlicher Diskursfäden seines Zeitalters. Das entspricht dem sozialen Habitus des Berufspatriziers, dessen öffentliche Gesamtverantwortung keine Einschränkung vorsieht. Der vorliegende Band dokumentiert diese Vielfalt von den Voraussetzungen im Humanismus bis zu den ‚letzten Dingen'' der Religion.
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Kaiser Maximilian I. (1486/93–1519) regierte das Heilige Römische Reich über dreißig entscheidende Jahre, vom Kampf über das burgundische Erbe bis zur Reformation. Unter seiner Kriegs- und Heiratspolitik stieg das Haus Habsburg zur europäischen Großmacht auf. ‚Maximilians Welt‘ erscheint als eine Welt des Übergangs, zwischen Mittelalter und Neuzeit, Tradition und Innovation. Der Kaiserhof war ein faszinierendes Modernisierungszentrum, zog Gelehrte und Künstler an: Hier entstanden unter Einfluss von Rittertum und Renaissance subtile Werke der Gedächtniskultur wie der Roman ‚Weißkunig‘, das Ambraser Heldenbuch oder Dürers ‚Ehrenpforte‘. Der Band entfaltet ein facettenreiches Spektrum der Regierung Maximilians unter den Themen Hofkultur, Gedächtnis, Außenpolitik und Krieg sowie Innenpolitik und Verfassung.
Emperor Maximilian I (1486/93–1519) ruled the Holy Roman Empire more than thirty decisive years from the war on the Burgundian heritage to the reformation. With his policies of war and marriage, Emperor Maximilian I laid the foundations upon which the Habsburgs rose to become a great European power. "Maximilian’s world" appears as a world of transition, between the middle ages and the modern age, between tradition and innovation. His palace was a fascinating centre of modernisation and attracted scholars and artists. Here, influenced by knighthood and Renaissance subtle works of memorial like the novel "Weißkunig" ("The White King"), "Das Ambraser Heldenbuch" ("The Ambras Castle Book of Heroes") or Albrecht Dürer’s "Ehrenpforte" ("The Triumphal Arch") were created. The volume unfolds a wide range of the reign of Maximilian I and concerns itself with the subjects of culture, memorial, foreign policy and war as well as domestic policy and constitution.