Von Kunstworten und -werten
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Aufklärung Und Pietismus
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Aufklärung Und Bürgerlichkeit
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Anläßlich des 200. Todestages von Moses Mendelssohn 1986 führte die Lessing-Akademie in Wolfenbüttel ein Symposium mit in- und ausländischen Gelehrten durch. Die Tagungsergebnisse werden in diesem Band vorgelegt. Die breitgefächerte Themenwahl zu theologischen, philosophischen, historischen und literarischen Fragen sollen ein Bild von den vielfältigen Bezügen vermitteln, in denen der bedeutendste jüdische Denker der deutschen Aufklärung zu sehen ist. Die zwanzig Forschungsbeiträge bieten sowohl problemorientierte Studien zu Mendelssohn und seinen Zeitgenossen als auch Spiegelungen seines Lebens und Werks in der Rezeptions-, Leser- und Wirkungsgeschichte. Dazu gehört auch, die Bedeutung Mendelssohns als Leitgestalt der jüdischen Emanzipation in Deutschland kritisch zu würdigen.
2 256 kr
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2 211 kr
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Die Beiträge dieses Bandes gehen auf die Ergebnisse eines internationalen interdisziplinären Symposions zurück. Die Wirkung von Matthias Claudius (1740-1815) im deutschen Sprachgebiet ist bis heute spürbar, allerdings in einer auf wenige seiner Gedichte und Prosastücke verengten Weise. Mit diesem Band wird versucht, für das vielfältige und vielschichtige literarische Schaffen von Claudius durch die Verbindung von unterschiedlichen Fragestellungen und Arbeitsmethoden neue Akzente zu setzen.
1 657 kr
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Wie vielgestaltig das Leben und Werk Daniel Chodowieckis war, wird deutlich, wenn man sich die Berufe vor Augen führt, die er ausgeübt hat: Er war Dekorateur, Maler, Illustrator, Kupferstecher, Handwerker, Unternehmer, Kunstsachverständiger. Diese Fülle gibt vor allem den Kunsthistorikern und Literaturhistorikern unter den historischen Geisteswissenschaftlern die Legitimation, sich aus verschiedenen Perspektiven mit Chodowiecki zu beschäftigen. Denn er hat offenbar ein 'interdisziplinäres Leben' geführt und verdient es, daß dieses - wie es in der Publikation geschieht - auch einmal interdisziplinär gelesen und aufbereitet wird.
Fallstudien Zur Literarischen Spätaufklärung in Deutschland
1 762 kr
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Die Spätphase der deutschen Aufklärungsbewegung stellt für die Germanistik eine nach wie vor nur unzureichend angenommene Herausforderung dar. Während Grundlagen und praktische Unternehmungen der Spätaufklärung recht gut erforscht sind, weiß man über ihre mannigfaltigen literarischen Verlautbarungen viel weniger. Ohne sie aber, das immerhin ist ansatzweise erkannt, läßt sich das Literaturensemble um 1800 nicht angemessen erfassen. So geht es zunächst darum, mittels wechselweise komplementären Fallstudien zu repräsentativen Autoren einen punktuellen Querschnitt durch wichtige Richtungen und individuelle Ausprägungen zu geben. Und zwar der Leitthese gemäß, literarische Spätaufklärung (von Dichtung bis Zweck- oder Gebrauchsformen reichend) zu verstehen als eine vielgestaltige dominante Literaturströmung etwa von 1770/75 bis gegen 1820, die im Unterschied zur vorherigen Aufklärungsliteratur wesentlich von sozialpraktischen und reformerischen aufklärerischen Belangen ausging und entschieden auf sie orientierte. Das Zentralanliegen des Bandes besteht darin: herauszuarbeiten, was durch das Medium Literatur an aufklärerischen Vorstellungen, Prinzipien und Bestrebungen aufgegriffen und wie es verarbeitet wurde. Angewandt werden sozialgeschichtliche Verfahrensweisen, die die nötigen übergreifenden kulturhistorischen wie auch speziellere (z.B. medien- und mentalitätsgeschichtliche) Darlegungen organisch zu integrieren erlauben.
Inhalt: Die Literatur im Ensemble der deutschen Spätaufklärung. Eine einleitende Problemskizze. - Christoph Martin Wieland, Priester der Musen im Dienst milder Humanität und Aufklärung. - Gefühl, Einbildungskraft, Gemeinsinn. Aspekte weiblicher Literatur und Aufklärung aus der Sicht Sophie von La Roches. - Zwischen patriotischer Spätaufklärung und religiöser Gegenaufklärung. Lorenz Westenrieder, der 'Praeceptor Bavariae'. - Gemeinsinnige streitbare Publizistik im Glauben an Wirkungsmacht der 'Publizität'. Wilhelm Ludwig Wekhrlin. - Vom reformerischen zum revolutionär demokratischen und liberalen Aufklärertum. Entwicklungen politisierter literarischer Spätaufklärung am Beispiel Georg Friedrich Rebmanns. - Berliner Spätaufklärung offensiv. Friedrich Nicolais Kontroverse mit den Klassikern und Frühromantikern (1796-1802). - "Zwischen gebildeten und ungebildeten Lesern keinen Unterschied erkennend". Johann Peter Hebels literarische Volksaufklärung im Kontext seines beruflichen Wirkens.
2 871 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
Durch den musikhistorischen Umbruch der zweieinhalb Jahrzehnte nach 1760 ist eine 'Epoche' bezeichnet, die gewissermaßen einen Januskopf der musikwissenschaftlichen Forschung darstellt. Einerseits ist sie oft diskutiert, andererseits aber im Blickwinkel einer idealistischen Teleologie autonomer Musikgeschichtsschreibung gern als 'Durchgangsstadium' marginalisiert und mit einer wenig hilfreichen Nomenklatur belegt worden (Sturm und Drang, Vorklassik). Vor diesem Hintergrund stellt das Buch den (auch methodisch ungewöhnlichen) Versuch einer grundlegenden Konzeptualisierung unter dem Begriff des 'Monologischen', also jenseits geläufiger terminologischer Raster dar. Dabei sollen vor allem Ergebnisse der literar- und ästhetikgeschichtlichen Forschung unmittelbar musikhistorisch nutzbar gemacht werden, um umgekehrt den musikhistorischen Wandel dezidiert in ein kulturgeschichtliches Panorama der Epoche einbinden zu können. In dem auf die nord- und mitteldeutsche Situation konzentrierten Aufriß geht es darum, die veränderten sozialhistorischen Bedingungen zu beschreiben sowie die zentralen neuen ästhetischen Paradigmen zu definieren. Ausgehend davon wird, dies ist eines der wichtigsten Anliegen des Buches, in einzelnen gattungsbezogenen Analysen (etwa von Werken G.Ph. Telemanns, C.P.E. Bachs, J.H. Rolles oder Chr.W. Glucks) eine direkte Verbindung zur Kompositionsgeschichte gezogen. Eine Vielzahl bisher unbekannter Quellen konnte erstmals ausgewertet werden.
1 657 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
Moses Mendelssohn (1729-1786) steht nicht nur für ein neues Selbstverständnis einer "aufgeklärten" jüdischen Elite, sondern auch - wie hier erstmals dokumentiert wird - für einen neuen Umgang mit »ästhetischer Bildung« und Musik: Er selbst nahm Klavierunterricht beim Bach-Schüler Kirnberger, während Sara Levy, geb. Itzig, ihren Salon zu einem Zentrum der Bach-Pflege machte und zahlreiche Berliner Juden ausgerechnet bei öffentlichen Aufführungen von Händels »Messias« und Grauns »Tod Jesu« mitwirkten. Die manifeste Bevorzugung "alter" und selbstreferentieller Musik in diesen Kreisen erlaubt die These, daß die jüdische Minderheit in Berlin der Idee einer »absoluten Musik« wesentlich den Boden bereitet hat.
2 234 kr
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2 714 kr
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Diese Sammlung von reflektierten Fallstudien präsentiert ein Tableau der formellen wie der informellen Formen der Geselligkeit in Nordwestdeutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie thematisiert nicht allein die unterschiedlichen Formen aufklärerischer Geselligkeit - von der Lesegesellschaft bis zur geheimen Gesellschaft bzw. von musikalischen Gesellschaften bis hin zu den Freundschaften, Bünden usw. --, sondern auch die gleichzeitigen Formen der Geselligkeit unterschiedlicher sozialer Schichten und ihre Interaktionsformen. In der Konzentration auf die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Geselligkeitsformen in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten einer Region besteht das Innovative dieses Ansatzes.
1 762 kr
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Die Rolle des Dichters Pietro Metastasio (1698--1782) ist im 18. Jahrhundert wesentlich musikhistorisch bestimmt. Als einer der wichtigsten Librettisten hat er die musikalische Produktion, insbesondere für die Bühne, maßgeblich geprägt. Unabhängig von den vielfältigen Untersuchungen zu seinen Libretti ist seine Bedeutung in jenem Bereich bisher weitgehend unerforscht, der äußerlich relativ weit entfernt ist vom höfischen dramma per musica, also in den bürgerlichen Aufklärungszentren Nord- und Mitteldeutschlands. In dem interdisziplinären Sammelband wird diese Bedeutung erstmals ausführlich untersucht, mit Implikationen für die Rezeptions- und Institutionsgeschichte, die Musik- und Literaturgeschichte sowie für die ästhetische Kultur des 18. Jahrhunderts.
1 744 kr
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Der Band beruht auf einer gleichnamigen Tagung der Lessing-Akademie in Wolfenbüttel vom September 2004. Dem Lob von Lessings Charakter, das seit Goethe zu den zentralen Elementen seiner Rezeption gehört, steht eine beträchtliche Reihe von Vorwürfen gegenüber, die den Aufklärer vom Elternhaus bis in die zeitgenössische Öffentlichkeit verfolgt haben, mit welchem Recht auch immer. Die Beiträge unternehmen einen ersten Versuch, den Begriff des Skandals sowohl für die Biographie und Charakterisierung Lessings wie auch für Teile seines Werkes fruchtbar zu machen und damit weitere Studien anzuregen.
Die Musik in Friedrich Nicolais »Allgemeiner Deutscher Bibliothek«
1 957 kr
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Die »Allgemeine Deutsche Bibliothek«, das ambitionierteste literaturkritische Unternehmen der deutschen Aufklärung, begleitete zwischen 1765 und 1806 die Entwicklung des Buchmarkts mit dem Ziel, durch eine kritische Auseinandersetzung »den Fortgang der guten deutschen Literatur« (Friedrich Nicolai) zu sichern. In der Rubrik 'Musik' wurden in kontinuierlicher Folge insgesamt 750 Rezensionen publiziert; die Zeitschrift spielte damit - massiver und andauernder als die zeitgenössischen Fachblätter - eine gewichtige Rolle im musikalischen Diskurs der Öffentlichkeit. Das Buch nähert sich den Rezensionen aus verschiedenen Blickrichtungen: Neben der Frage nach der spezifischen Aufgabe und Funktionsweise von Musikkritik sowie nach den Wertmaßstäben und Wertsetzungen steht die Rekonstruktion des Redaktionsbetriebs im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses. Hierzu wurde die Mitarbeiterkorrespondenz aus dem Nachlass des Herausgebers Friedrich Nicolai herangezogen, die einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen ermöglicht und, zusammen mit anderen Quellen, auch eine Vorstellung davon vermittelt, wie die Rezensionen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Ein einführendes Kapitel zu Nicolais eigenem Umgang mit Musik, der eine wesentliche Voraussetzung für die Kontur des Musikfachs der Zeitschrift bildete, sowie ein Verzeichnis der Rezensionen mit Autoren- und Verlagsregister runden das Buch ab.
Zu Lessings Übersetzungen
1 535 kr
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Lessings Übersetzungswerk ‑ ca. 7.000 Druckseiten ‑ umfasst mehr als vierzig Titel, fast ebenso viele Autoren und diverse Gattungen. Lessing übersetzt aus dem Lateinischen, Italienischen, Französischen, Englischen und Spanischen.
Unter seiner Federführung wird die Übersetzungsfrage in der Mitte des 18. Jahrhunderts erstmals Gegenstand der deutschen Literaturkritik; Lessing ist Leitfigur einer Epoche, in der die deutsche Literatur zu den europäischen Nachbarliteraturen aufschließt. Seine Bedeutung als Übersetzer ist gleichwohl bisher nur selten untersucht worden, ein Grund mag die noch immer beklagenswerte Editionslage sein.
Der vorliegende Band ergänzt die Beiträge einer Wolfenbütteler Tagung aus dem Herbst 2007 um zwei weitere Aufsätze. Thematisch und methodisch ganz unterschiedliche Aspekte kommen dabei zur Sprache ‑ von Lessings Übersetzungen einzelner Autoren wie Diderot, Huarte, Hutcheson, Riccoboni und St. Albine, Thomson und Voltaire, über die Frage seiner Goldoni-Adaption, bis zu allgemeinen Fragestellungen nach Lessing als Philologen, der Theorie und Praxis seiner Übersetzungen vor dem Hintergrund der Beschäftigung mit Johann Nicolaus Meinhard, seinem Anteil an der Entwicklung des deutschen Wortschatzes mit Blick auf die Übersetzungen.
2 103 kr
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1 656 kr
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Aufklärung Und Pietismus
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Aufklärung Und Bürgerlichkeit
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Anläßlich des 200. Todestages von Moses Mendelssohn 1986 führte die Lessing-Akademie in Wolfenbüttel ein Symposium mit in- und ausländischen Gelehrten durch. Die Tagungsergebnisse werden in diesem Band vorgelegt. Die breitgefächerte Themenwahl zu theologischen, philosophischen, historischen und literarischen Fragen sollen ein Bild von den vielfältigen Bezügen vermitteln, in denen der bedeutendste jüdische Denker der deutschen Aufklärung zu sehen ist. Die zwanzig Forschungsbeiträge bieten sowohl problemorientierte Studien zu Mendelssohn und seinen Zeitgenossen als auch Spiegelungen seines Lebens und Werks in der Rezeptions-, Leser- und Wirkungsgeschichte. Dazu gehört auch, die Bedeutung Mendelssohns als Leitgestalt der jüdischen Emanzipation in Deutschland kritisch zu würdigen.
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Die Beiträge dieses Bandes gehen auf die Ergebnisse eines internationalen interdisziplinären Symposions zurück. Die Wirkung von Matthias Claudius (1740-1815) im deutschen Sprachgebiet ist bis heute spürbar, allerdings in einer auf wenige seiner Gedichte und Prosastücke verengten Weise. Mit diesem Band wird versucht, für das vielfältige und vielschichtige literarische Schaffen von Claudius durch die Verbindung von unterschiedlichen Fragestellungen und Arbeitsmethoden neue Akzente zu setzen.
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Wie vielgestaltig das Leben und Werk Daniel Chodowieckis war, wird deutlich, wenn man sich die Berufe vor Augen führt, die er ausgeübt hat: Er war Dekorateur, Maler, Illustrator, Kupferstecher, Handwerker, Unternehmer, Kunstsachverständiger. Diese Fülle gibt vor allem den Kunsthistorikern und Literaturhistorikern unter den historischen Geisteswissenschaftlern die Legitimation, sich aus verschiedenen Perspektiven mit Chodowiecki zu beschäftigen. Denn er hat offenbar ein 'interdisziplinäres Leben' geführt und verdient es, daß dieses - wie es in der Publikation geschieht - auch einmal interdisziplinär gelesen und aufbereitet wird.
Fallstudien Zur Literarischen Spätaufklärung in Deutschland
1 762 kr
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Die Spätphase der deutschen Aufklärungsbewegung stellt für die Germanistik eine nach wie vor nur unzureichend angenommene Herausforderung dar. Während Grundlagen und praktische Unternehmungen der Spätaufklärung recht gut erforscht sind, weiß man über ihre mannigfaltigen literarischen Verlautbarungen viel weniger. Ohne sie aber, das immerhin ist ansatzweise erkannt, läßt sich das Literaturensemble um 1800 nicht angemessen erfassen. So geht es zunächst darum, mittels wechselweise komplementären Fallstudien zu repräsentativen Autoren einen punktuellen Querschnitt durch wichtige Richtungen und individuelle Ausprägungen zu geben. Und zwar der Leitthese gemäß, literarische Spätaufklärung (von Dichtung bis Zweck- oder Gebrauchsformen reichend) zu verstehen als eine vielgestaltige dominante Literaturströmung etwa von 1770/75 bis gegen 1820, die im Unterschied zur vorherigen Aufklärungsliteratur wesentlich von sozialpraktischen und reformerischen aufklärerischen Belangen ausging und entschieden auf sie orientierte. Das Zentralanliegen des Bandes besteht darin: herauszuarbeiten, was durch das Medium Literatur an aufklärerischen Vorstellungen, Prinzipien und Bestrebungen aufgegriffen und wie es verarbeitet wurde. Angewandt werden sozialgeschichtliche Verfahrensweisen, die die nötigen übergreifenden kulturhistorischen wie auch speziellere (z.B. medien- und mentalitätsgeschichtliche) Darlegungen organisch zu integrieren erlauben.
Inhalt: Die Literatur im Ensemble der deutschen Spätaufklärung. Eine einleitende Problemskizze. - Christoph Martin Wieland, Priester der Musen im Dienst milder Humanität und Aufklärung. - Gefühl, Einbildungskraft, Gemeinsinn. Aspekte weiblicher Literatur und Aufklärung aus der Sicht Sophie von La Roches. - Zwischen patriotischer Spätaufklärung und religiöser Gegenaufklärung. Lorenz Westenrieder, der 'Praeceptor Bavariae'. - Gemeinsinnige streitbare Publizistik im Glauben an Wirkungsmacht der 'Publizität'. Wilhelm Ludwig Wekhrlin. - Vom reformerischen zum revolutionär demokratischen und liberalen Aufklärertum. Entwicklungen politisierter literarischer Spätaufklärung am Beispiel Georg Friedrich Rebmanns. - Berliner Spätaufklärung offensiv. Friedrich Nicolais Kontroverse mit den Klassikern und Frühromantikern (1796-1802). - "Zwischen gebildeten und ungebildeten Lesern keinen Unterschied erkennend". Johann Peter Hebels literarische Volksaufklärung im Kontext seines beruflichen Wirkens.
2 871 kr
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Durch den musikhistorischen Umbruch der zweieinhalb Jahrzehnte nach 1760 ist eine 'Epoche' bezeichnet, die gewissermaßen einen Januskopf der musikwissenschaftlichen Forschung darstellt. Einerseits ist sie oft diskutiert, andererseits aber im Blickwinkel einer idealistischen Teleologie autonomer Musikgeschichtsschreibung gern als 'Durchgangsstadium' marginalisiert und mit einer wenig hilfreichen Nomenklatur belegt worden (Sturm und Drang, Vorklassik). Vor diesem Hintergrund stellt das Buch den (auch methodisch ungewöhnlichen) Versuch einer grundlegenden Konzeptualisierung unter dem Begriff des 'Monologischen', also jenseits geläufiger terminologischer Raster dar. Dabei sollen vor allem Ergebnisse der literar- und ästhetikgeschichtlichen Forschung unmittelbar musikhistorisch nutzbar gemacht werden, um umgekehrt den musikhistorischen Wandel dezidiert in ein kulturgeschichtliches Panorama der Epoche einbinden zu können. In dem auf die nord- und mitteldeutsche Situation konzentrierten Aufriß geht es darum, die veränderten sozialhistorischen Bedingungen zu beschreiben sowie die zentralen neuen ästhetischen Paradigmen zu definieren. Ausgehend davon wird, dies ist eines der wichtigsten Anliegen des Buches, in einzelnen gattungsbezogenen Analysen (etwa von Werken G.Ph. Telemanns, C.P.E. Bachs, J.H. Rolles oder Chr.W. Glucks) eine direkte Verbindung zur Kompositionsgeschichte gezogen. Eine Vielzahl bisher unbekannter Quellen konnte erstmals ausgewertet werden.
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Moses Mendelssohn (1729-1786) steht nicht nur für ein neues Selbstverständnis einer "aufgeklärten" jüdischen Elite, sondern auch - wie hier erstmals dokumentiert wird - für einen neuen Umgang mit »ästhetischer Bildung« und Musik: Er selbst nahm Klavierunterricht beim Bach-Schüler Kirnberger, während Sara Levy, geb. Itzig, ihren Salon zu einem Zentrum der Bach-Pflege machte und zahlreiche Berliner Juden ausgerechnet bei öffentlichen Aufführungen von Händels »Messias« und Grauns »Tod Jesu« mitwirkten. Die manifeste Bevorzugung "alter" und selbstreferentieller Musik in diesen Kreisen erlaubt die These, daß die jüdische Minderheit in Berlin der Idee einer »absoluten Musik« wesentlich den Boden bereitet hat.
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Diese Sammlung von reflektierten Fallstudien präsentiert ein Tableau der formellen wie der informellen Formen der Geselligkeit in Nordwestdeutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie thematisiert nicht allein die unterschiedlichen Formen aufklärerischer Geselligkeit - von der Lesegesellschaft bis zur geheimen Gesellschaft bzw. von musikalischen Gesellschaften bis hin zu den Freundschaften, Bünden usw. --, sondern auch die gleichzeitigen Formen der Geselligkeit unterschiedlicher sozialer Schichten und ihre Interaktionsformen. In der Konzentration auf die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Geselligkeitsformen in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten einer Region besteht das Innovative dieses Ansatzes.
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Die Rolle des Dichters Pietro Metastasio (1698--1782) ist im 18. Jahrhundert wesentlich musikhistorisch bestimmt. Als einer der wichtigsten Librettisten hat er die musikalische Produktion, insbesondere für die Bühne, maßgeblich geprägt. Unabhängig von den vielfältigen Untersuchungen zu seinen Libretti ist seine Bedeutung in jenem Bereich bisher weitgehend unerforscht, der äußerlich relativ weit entfernt ist vom höfischen dramma per musica, also in den bürgerlichen Aufklärungszentren Nord- und Mitteldeutschlands. In dem interdisziplinären Sammelband wird diese Bedeutung erstmals ausführlich untersucht, mit Implikationen für die Rezeptions- und Institutionsgeschichte, die Musik- und Literaturgeschichte sowie für die ästhetische Kultur des 18. Jahrhunderts.
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Der Band beruht auf einer gleichnamigen Tagung der Lessing-Akademie in Wolfenbüttel vom September 2004. Dem Lob von Lessings Charakter, das seit Goethe zu den zentralen Elementen seiner Rezeption gehört, steht eine beträchtliche Reihe von Vorwürfen gegenüber, die den Aufklärer vom Elternhaus bis in die zeitgenössische Öffentlichkeit verfolgt haben, mit welchem Recht auch immer. Die Beiträge unternehmen einen ersten Versuch, den Begriff des Skandals sowohl für die Biographie und Charakterisierung Lessings wie auch für Teile seines Werkes fruchtbar zu machen und damit weitere Studien anzuregen.
Die Musik in Friedrich Nicolais »Allgemeiner Deutscher Bibliothek«
1 957 kr
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Die »Allgemeine Deutsche Bibliothek«, das ambitionierteste literaturkritische Unternehmen der deutschen Aufklärung, begleitete zwischen 1765 und 1806 die Entwicklung des Buchmarkts mit dem Ziel, durch eine kritische Auseinandersetzung »den Fortgang der guten deutschen Literatur« (Friedrich Nicolai) zu sichern. In der Rubrik 'Musik' wurden in kontinuierlicher Folge insgesamt 750 Rezensionen publiziert; die Zeitschrift spielte damit - massiver und andauernder als die zeitgenössischen Fachblätter - eine gewichtige Rolle im musikalischen Diskurs der Öffentlichkeit. Das Buch nähert sich den Rezensionen aus verschiedenen Blickrichtungen: Neben der Frage nach der spezifischen Aufgabe und Funktionsweise von Musikkritik sowie nach den Wertmaßstäben und Wertsetzungen steht die Rekonstruktion des Redaktionsbetriebs im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses. Hierzu wurde die Mitarbeiterkorrespondenz aus dem Nachlass des Herausgebers Friedrich Nicolai herangezogen, die einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen ermöglicht und, zusammen mit anderen Quellen, auch eine Vorstellung davon vermittelt, wie die Rezensionen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Ein einführendes Kapitel zu Nicolais eigenem Umgang mit Musik, der eine wesentliche Voraussetzung für die Kontur des Musikfachs der Zeitschrift bildete, sowie ein Verzeichnis der Rezensionen mit Autoren- und Verlagsregister runden das Buch ab.
Zu Lessings Übersetzungen
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Lessings Übersetzungswerk ‑ ca. 7.000 Druckseiten ‑ umfasst mehr als vierzig Titel, fast ebenso viele Autoren und diverse Gattungen. Lessing übersetzt aus dem Lateinischen, Italienischen, Französischen, Englischen und Spanischen.
Unter seiner Federführung wird die Übersetzungsfrage in der Mitte des 18. Jahrhunderts erstmals Gegenstand der deutschen Literaturkritik; Lessing ist Leitfigur einer Epoche, in der die deutsche Literatur zu den europäischen Nachbarliteraturen aufschließt. Seine Bedeutung als Übersetzer ist gleichwohl bisher nur selten untersucht worden, ein Grund mag die noch immer beklagenswerte Editionslage sein.
Der vorliegende Band ergänzt die Beiträge einer Wolfenbütteler Tagung aus dem Herbst 2007 um zwei weitere Aufsätze. Thematisch und methodisch ganz unterschiedliche Aspekte kommen dabei zur Sprache ‑ von Lessings Übersetzungen einzelner Autoren wie Diderot, Huarte, Hutcheson, Riccoboni und St. Albine, Thomson und Voltaire, über die Frage seiner Goldoni-Adaption, bis zu allgemeinen Fragestellungen nach Lessing als Philologen, der Theorie und Praxis seiner Übersetzungen vor dem Hintergrund der Beschäftigung mit Johann Nicolaus Meinhard, seinem Anteil an der Entwicklung des deutschen Wortschatzes mit Blick auf die Übersetzungen.