Das Frauenbild in Marchen und Geschlechterstereotypen. Feministische und padagogische Handlungsanleitungen in Marchen

Ein GRIN-Sammelband

AvGloria Mener,Jana Penelope Hartmann

E-bok
PDF, Tyska, 2024

402 kr

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Beskrivning

Sammelband aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Sammelband enthalt vier Hausarbeiten. In der Marchenforschung herrschen vier bedeutende Ansatze basierend auf Freud, Jung, Marx und dem Feminismus. Letzterer wurde im Jahr 1987 gegrundet und interessiert sich unter anderem fur das Bild der Frau im Marchen und die Darlegung der Geschlechterrollen. Auf dieser Theorie stutzend soll im Verlauf des ersten Textes auf die Rolle des Frauenbildes in den Marchen der Bruder Grimm eingegangen werden. In der zweiten Arbeit sollen die fruhe Rotkappchenversion "e;Die Geschichte von der Gro mutter"e;, deren Erzahlerkern vermutlich bis in das 16. Jahrhundert zuruckreicht, "e;Le petit chaperon rouge"e; von Charles Perrault (1697) und "e;Rotkappchen"e; der Gebruder Grimm (1812/15) naher beleuchtet und herausgestellt werden, welche Intentionen die Marchen mit demselben Stoff aber unterschiedlichen Ausarbeitungen verfolgen. Besonderes Augenmerk soll auf Rotkappchens Weg vom cleveren kleinen Madchen, das sich selbststandig vor dem Wolf retten konnte, zum naiven Geschopf, das von einer mannlichen Autoritatsperson gerettet werden muss, liegen, um die Stellung der Frau in der Gesellschaft und die Beziehung von mannlicher und weiblicher Macht nachzuverfolgen. Inwieweit eignen sich Marchen dazu, feministische Gedanken und Rollenbilder zu vermitteln? Die neue Art von feministischen Marchen sollen bisher gultige Archetypen von Mann und Frau aufbrechen, neue Rollenbilder in der Gesellschaft festigen. Im Rahmen der dritten Hausarbeit soll dies anhand von Angela Carters "e;The Company of Wolves"e; untersucht werden, indem es mit einer alten Rotkappchenversion verglichen wird. Das grundlegende Ziel des vierten Textes liegt darin, in einer umfassenden und kritischen Erorterung die Adaquatheit und das Potenzial von Marchen als padagogisches Instrument und Erziehungsmittel zu durchleuchten. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Inhalt und padagogischen Gehalt der Marchen im Hinblick auf die Kindererziehung, jedoch zu keinem Zeitpunkt auf der diachronischen oder historischen Entwicklung besagten Literaturgenres.

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