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Vom mittelalterlichen Heldenepos zum elektronischen Hypertext
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Dieses Buch soll das Interesse an Fragestellungen der historischen Semantik wecken und seinen Lesern die Möglichkeit eröffnen, historisch-semantische Forschungsergebnisse auf dem heutigen Stand der Forschung nachzuvollziehen und selbst an bedeutungsgeschichtlichen Problemen zu arbeiten. Das Buch eignet sich ebenso zum Selbststudium wie zur Benutzung in Seminaren. Es setzt keine speziellen Kenntnisse im Bereich der Semantik voraus. In den Anfangskapiteln werden theoretische Grundlagen und Arbeitsweisen der historischen Semantik eingeführt. Nach zwei Kapiteln zu Sprachkritik und Bedeutungswandel und zur historisch-semantischen Lektüre von literarischen Klassikern folgt ein Überblick über die wichtigsten Verfahren der semantischen Innovation (Metaphorik, Metonymie und andere Formen der Implikatur) und typische Ergebnisse des Bedeutungswandels (Polysemie, Konkurrenz von Ausdrücken, Prototypenverschiebung). Den abschließenden Teil des Buches bilden historische Fallstudien zu verschiedenen Wortschatzbereichen des Deutschen: Anredepronomina, Dimensions- und Quantitätsadjektive, redekennzeichnende Verben (wie "rügen", "vorwerfen", "beschuldigen"), Modalverben und Modalpartikel ("ja" und "doch"). Aufgaben und weiterführende Literatur ergänzen die Darstellung. Ein Sachverzeichnis und ein Wortverzeichnis dienen der zusätzlichen Orientierung im Buch.
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Im Jahr 1609 erscheinen erstmals Wochenzeitungen in deutscher Sprache. Das neue Medium verbreitet sich rasch, so daß bald fast jede größere Stadt ihre Zeitung bekommt. Leser der Zeitungen sind Vertreter der Höfe, Ratsherren, Theologen und Gelehrte, aber auch der 'gemeine Mann'. Auf Grund ihrer weiten Verbreitung bilden die Zeitungen einen wichtigen Faktor in der Entstehung einer überregionalen Schriftsprache. Die Beiträge des vorliegenden Bandes präsentieren Ergebnisse eines DFG-Projekts an der Universität Tübingen, in dem Textstrukturen, syntaktische Strukturen und der Aufbau des Wortschatzes der Zeitungen analysiert wurden. Zentrale Fragestellung ist die Entstehung und Entwicklung des zeitungstypischen Sprachgebrauchs im 17. Jahrhundert. Weitere Themen sind die Fragen der Aktualität, Wahrheit und Verständlichkeit der Zeitungsberichterstattung sowie die zeitgenössische Sprach- und Zeitungskritik.
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