Sandra Linden – författare
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Menschliches Altern unterliegt immer der kulturellen Interpretation. Der kontinuierliche biologische Prozess von Reifung und Abbau der physischen und psychischen Kraft wird so in der Vorstellung der Lebensalter erst erkennbar und bedeutsam. Topoi wie beispielsweise diejenigen vom einfältigen Kind oder dem grauhaarigen Weisen erschließen dabei als habituelle Verstehens- und Denkmuster das soziale und kulturelle Wissen von den Lebensstufen in Tradition und Wandel. Die Alterstopoi offenbaren in ihrer Wiederholbarkeit bei historisch je unterschiedlicher Diskursivierung ein Argumentationspotenzial, das konventionelle Alterszuschreibungen weiterdenkt und umkodiert. Dies wird am Beispiel von Text- und Bildzeugnissen von der alttestamentlichen Tradition bis ins 21. Jahrhundert untersucht. Im Mittelpunkt stehen literarische und religiöse Konzepte menschlicher Lebensalter, die um Perspektiven aus der Kunst-, Medizin- und Rechtsgeschichte ergänzt werden. Dabei erweist sich die Variation der Alterstopik als Beispiel dafür, wie sich innerhalb der Tradition kontinuierlich neue Denkräume zur Interpretation des menschlichen Alters eröffnen. Die topische Struktur des skizzierten Wandlungskontinuums eröffnet auch neue Perspektiven auf andere anthropologische Themen wie Liebe, Leben und Tod, die sich an das kulturelle Interpretament der Lebensalter anschließen.
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Der Band „Dichtung und Didaxe“ stellt anlässlich der Neuausgabe von Johannes Rothes „Ritterspiegel“, hg. von Christoph Huber und Pamela Kalning (de Gruyter 2009), die Frage nach lehrhaftem Sprechen in der deutschen Literatur des Mittelalters. Als umfangreichste ritterliche Standeslehre des Mittelalters, die eine Vielzahl von Quellen rezipiert und verarbeitet, bietet der „Ritterspiegel“ ein Paradebeispiel der Verbindung von Dichtung und Didaxe.
Ausgehend davon werden grundlegende Aspekte lehrhaften Sprechens in zentralen Texten des 12. bis 15. Jahrhunderts beleuchtet. In den 30 Beiträgen renommierter internationaler Germanisten werden Texte vom Minnesang bis hin zu Rechtsbüchern, vom „Tristan“ Gottfrieds von Straßburg bis zur spätmittelalterlichen Erbauungsliteratur auf ihre Lehrhaftigkeit hin untersucht und in ihrer didaktischen Strategie neu positioniert; so kehrt das lange vernachlässigte Genre der Lehrdichtung in den wissenschaftlichen Diskurs zurück. Darüber hinaus eröffnet der Band eine grundlegend geänderte Sichtweise auf die Funktionszusammenhänge mittelalterlicher deutscher Literatur und entwirft ein konsistentes Gesamtbild der Literatursituation des ausgehenden Mittelalters.
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Der steiermärkische Ministeriale Ulrich von Liechtenstein präsentiert sich in seinen Werken in ganz unterschiedlichen Rollen: Die Manessische Liederhandschrift weist ihn als bedeutenden Minnesänger des 13. Jahrhunderts aus, mit dem ‚Frauenbuch‘ nimmt Ulrich am lehrhaften Diskurs über Fragen des höfischen Lebens teil, und in seiner fiktiven Autobiographie ‚Frauendienst‘ begegnet er als unverdrossen dienender Ritter zweier höchst unterschiedlicher Minnedamen und veranstaltet vor realistisch geschilderter historischer Kulisse aufwändige Kostümfahrten. Das Handbuch bietet einen nach relevanten Forschungsfeldern geordneten systematischen Zugriff auf das vielschichtige Werk Ulrichs und ordnet sein literarisches Schaffen in den historischen Kontext ein. Neben der Basis eines detaillierten Forschungsüberblicks gibt das Handbuch Impulse zu weiterführenden Diskussionen: Die einzelnen Kapitel widmen sich neben der von Gattungstradition und Themenfeld gelenkten Analyse auch übergreifenden literaturtheoretischen (Narrativik, Autorrolle, Fiktionalität), anthropologischen (Gender, Emotion) und rezeptionsästhetischen Gesichtspunkten (Überlieferung, Literaturgeschichtsschreibung, neuzeitliche Rezeption).
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Der textwissenschaftlich ausgerichtete Sammelband stellt den Begriff der ‚Alterszäsur‘ als heuristisches Instrument in den Mittelpunkt, um das Problem der Messbarkeit und sinnhaften Strukturierung von Lebenszeit in ihrer historischen Bedingtheit nachzuzeichnen. Die Beiträge untersuchen aus literaturwissenschaftlicher, theologischer und historischer Perspektive Texte von der altorientalischen Zeit bis ins 20. Jahrhundert und fragen, wie die Übergänge von Lebensphasen dazu Anlass gaben, über die individuelle Lebenszeit und die gesellschaftlich-kulturell geprägten Erwartungsnormen für die jeweiligen Altersstufen zu reflektieren. In Einzelstudien wird dargestellt, wie ‚Alterszäsuren‘ einerseits zum Interpretament der ästhetischen und narrativen Inszenierung des Lebens werden und wie sich andererseits in ihnen übergeordnete Vorstellungen von einem heilsgeschichtlich determinierten Zeitplan bis zur irreversibel linearen und kontingenten Zeit in der Moderne spiegeln.
Norm Und Diversität: Ästhetisches Aushandeln in Der Vormoderne
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