Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialpsychologie – serie
Visar alla böcker i serien Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialpsychologie. Handla med fri frakt och snabb leverans.
17 produkter
17 produkter
Häftad, Tyska, 2010
509 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Im Prozess der Institutionalisierung der soziologischen Forschung und Lehre hat der Wissenschaftsstandort Frankfurt am Main im 20. Jahrhundert eine herausragende Rolle gespielt. Die in diesem Band zusammengefassten Beiträge nehmen aus unterschiedlichen Perspektiven die Ansätze und Denktraditionen der Frankfurter Soziologie in den Blick.Mit Beiträgen und Interviews von und mit Klaus Lichtblau, Stefan Müller-Doohm, David Kettler, Ludwig von Friedeburg, Walter Rüegg, Iring Fetcher, Thomas Luckmann, Ulrich Oevermann, Wolfgang Glatzer, Eike Hennig, Tilman Allert, Hansfried Kellner, Günter Dux, Alois Hahn, Herbert Schnädelbach u.v.a.
Häftad, Tyska, 2009
339 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
In dem ersten Band der Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialpsycho- gie stellt Jürgen Ritsert Drei Schlüsselprobleme der Gesellschaftstheorie vor. Seine Auseinandersetzung mit den Themen Individuum und Gesellschaft, soziale Ungleichheit und Modernisierung repräsentiert die Programmatik der neuen Reihe in doppelter Weise: Ritsert hat an der Frankfurter Goethe-Universität Ja- zehnte als Professor für Soziologie gearbeitet und eindringlich die thematische Relevanz der Frankfurter Schule im Kontext soziologischer Theoriedebatten verdeutlicht. Sein Opus Magnum setzt vor allem mit Grundstrukturen soziolo- schen Argumentierens auseinander und ist auf diese Weise ein vorzüglicher Wegweiser durch das Dickicht soziologischer Theorien und ihrer Diskurse. Nicht nur Studierende der Soziologie werden von dieser Orientierung vielfältig profitieren. Die Herausgeber, November 2008 5 Inhalt Vorbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Hauptteil I: Individuum und Gesellschaft Modell 1: Willensverhältnisse: Subjekt und Allgemeinheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Teil A: Der gedankliche Aufstieg vom Individuum zur Gesellschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Teil B: Der Abstieg von der Gesellschaft zum Individuum. . . . . . . . . . . 30 Modell 2: Bewusstsein und Unbewusstsein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Teil A: Das Problem des Narzissmus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Teil B: Das Realitätsprinzip und die Abwehrmechanismen des Ich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Modell 3: Interaktion und die bedeutsamen Anderen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Teil A: Naturgeschichte, Verhalten und die Genesis des Selbst. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Teil B: Das Selbst und der generalisierte Andere. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Modell 4: Individuelles Handeln und allgemeine Vergesellschaftungsprinzipien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Teil A: Verhalten, Handeln und Handlungsverstehen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Teil B: Gemeinschaft und Gesellschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Modell 5: Soziale Funktionen und das gesellschaftliche System. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Teil A: Psychisches und soziales System. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Teil B: Was sind die Elemente der Gesellschaft?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Häftad, Tyska, 2009
409 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Frage 'Was ist Dialektik' wirft bis heute Unklarheiten auf, zuweilen auch erhebliche Kontroversen und Ärgernisse. Aus der Perspektive der älteren Kritischen Theorie zeigt sich, dass verbindliche Angaben über Ziel und Reichweite, Inhalt und Form, Anspruch und Wirklichkeit, Genesis und Geltung einer sozialwissenschaftlich relevanten Dialektik durchaus gegeben werden können. Größe und Grenzen einer reflexiven, vermittlungslogischen Dialektik im Anschluss an Hegel und Adorno werden genauer betrachtet, dargestellt und diskutiert.
Häftad, Tyska, 2013
409 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Kinder sind ein bedeutender Einflussfaktor für die Stabilität von Ehen. Aber nicht jedes Kind erhöht zwangsläufig die Ehestabilität: Abhängig davon, in welchem Kindschaftsverhältnis Kinder zu ihren Eltern stehen, ist mit der Verringerung oder der Zunahme der Ehestabilität zu rechnen. In der Scheidungsforschung wird dieser Aspekt weniger beachtet. Auf Basis der Theorien der Familiensoziologie und den Daten des Familiensurveys untersucht Andrea Breitenbach die Einflüsse unterschiedlicher Charakteristika von Kindern und verschiedener Kindschaftsverhältnisse auf die Ehestabilität. Sie zeigt auf, wie relevante Theorien den Einfluss von Kindern auf die Ehestabilität begründen. Die Ergebnisse bestätigen, dass in Abhängigkeit von Kindschaftsverhältnis und weiteren Aspekten gegensätzliche Richtungen des Scheidungsrisikos zu beobachten sind.
Häftad, Tyska, 2013
378 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Dichotomien erleichtern das Denken. Sie geben Orientierung, sind Grundlage von rationalen Entscheidungen, geben Anleitung zur Systematisierung und nicht selten zur Bewertung. An ihre Grenzen gerät eine binäre Logik, wenn sich Phänomene nicht innerhalb einer zweiwertigen Ordnung bestimmen lassen. Die Überführung starrer, dualistischer (Denk-)Formen in eine erweiterte Verhältnisbestimmung bildet den Anspruch sozialwissenschaftlicher Ansätze, die an Hegel und Adorno anschließen. Ein bestimmter Widerspruchstyp gilt ihnen als produktive Kategorie. Der Sammelband stellt Elemente einer dialektischen Theorie zur Diskussion.
Häftad, Tyska, 2013
389 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
In qualitativer Forschung ist eine wachsende Bereitschaft zu bemerken, die eigenen theoretischen Ansprüche reflexiv zu wenden. Wissensproduktion wird zunehmend als Prozess anerkannt, in dessen Verlauf Akteure nicht primär feststehenden Regeln folgen, sondern immer wieder neu methodische Entscheidungen treffen (müssen), die zugleich Implikationen für das produzierte Wissen haben. Manches wird sichtbar (und artikulierbar), anderes nicht. Der Sammelband geht von der Annahme aus, dass qualitative Sozialforschung ihre Akteure mit strukturellen Widersprüchen konfrontiert, sobald diese ihren theoretischen Ansprüchen im konkreten Forschungshandeln „gerecht“ zu werden versuchen. Indem er methodologische Ansätze und Strategien diskutiert, die etwa in den Gender und Postcolonial Studies, der psychoanalytischen Sozialpsychologie und der partizipativen Forschung entwickelt wurden, um mit ihnen produktiv umzugehen, versteht er sich als Beitrag zu einem kritischen und dezentrierten Methodenverständnis in qualitativer Forschung.
Häftad, Tyska, 2015
359 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Der Band präsentiert die Ergebnisse der ersten umfassenden und systematischen Untersuchung genetischer Diskriminierung in Deutschland. Das empirische Material besteht aus einer Fragebogenerhebung und aus Interviews mit Betroffenen verschiedener genetisch bedingter Erkrankungen. Es zeigt, wie das genetische Wissen mit Kränkungen, Schuldzuweisungen und Stigmatisierungen einhergeht und Vorstellungen einer „genetischen Verantwortung“ mobilisiert. Die Untersuchungsergebnisse legen die Revision des klassischen Begriffs von genetischer Diskriminierung nahe und fordern zu einer Neuausrichtung der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema auf.
Häftad, Tyska, 2015
610 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Gegenüber häufig klischeehaften medialen Darstellungen von Viagra leistet die Studie von Claudia Sontowski eine erste differenzierte empirische Analyse des bislang weitgehend unbekannten alltäglichen Umgangs mit dem Mittel. Die Autorin zeigt, dass sich die vielfältigen Nutzungspraktiken nicht durch ein bestimmtes Narrativ wie die Medikalisierung von Sexualität oder ein mechanistisches Körperbild erklären lassen. Vielmehr wird Viagra auf der Grundlage von Körper- und Geschlechterwissen in die Alltagspraktiken der Nutzer integriert. Die Ergebnisse bilden einen innovativen Beitrag zur Analyse neuer Möglichkeiten der Körpermodifikation innerhalb der Körper- und Geschlechterforschung.
Häftad, Tyska, 2016
459 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Entlang der drei kybernetischen Schlüsselbegriffe Kommunikation, Kalkulation und Kontrolle rekonstruiert Benjamin Seibels historische Studie die Genese eines politischen Regelungswissens, das in den militärischen Forschungslabors des Zweiten Weltkriegs seinen Ausgang nimmt und sich in den Aktualisierungen digitaler Technologien bis in unsere Gegenwart fortschreibt. Der Autor zeigt, dass in den Diskursen der Kybernetik Anfang der 1940er Jahre nicht nur jene eigentümlichen Apparaturen verhandelt werden, die heute Computer heißen, sondern mit ihnen auch ein Ensemble potentieller Regierungstechniken: In der kybernetischen Utopie soll die ganze Gesellschaft einem perfekten Informationssystem gleichen – und folglich auch durch solche Systeme regierbar werden.
Häftad, Tyska, 2017
400 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Autoren rekonstruieren den sozialwissenschaftlichen Forschungsstand zu gesellschaftlichen Implikationen der Präimplantationsdiagnostik (PID) und identifizieren u.a. folgende Problemkomplexe: eine Expansion der PID in neue Anwendungsfelder, eine Verfestigung sozialer Ungleichheiten sowie einen Wandel normativer Erwartungen hin zur Vorstellung einer genetischen Reproduktionsverantwortung. Diese konvergiert mit einer individualisierenden Präventionslogik, die gegenwärtige Transformationsprozesse der Medizin und Gesundheitspolitik kennzeichnet.
Häftad, Tyska, 2021
660 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Ansprüche an die Optimierung des Körpers in spätmodernen westlichen Gesellschaften scheinen in einem Spannungsverhältnis zu stehen zum Leib als jener Dimension des Körperlichen, die auf eine konstitutive Unverfügbarkeit und Begrenztheit verweist. Die vorliegende Arbeit geht diesem Spannungsverhältnis nach, indem sie anhand von narrativ-biografischen Interviews die Vermittlung von gesellschaftlichen Anforderungen und individuellen Praktiken untersucht. Aufgezeigt wird dabei, dass sich die Verdrängung des Leiblichen gerade auch deshalb zunehmend zu normalisieren scheint, weil sie mit bestimmten sozialen und psychischen Bedeutungen versehen ist. Vor diesem Hintergrund werden die Folgewirkungen von Körperoptimierungen, aber auch das Widerstands- und Transformationspotenzial des Leiblichen diskutiert.
Häftad, Tyska, 2022
783 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Psychologisch-therapeutische Denkweisen und Praktiken sind gesellschaftlich weit verbreitet. Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen wird in der sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung in diesem Kontext verortet und unter den Stichwörtern Therapeutisierung oder therapeutische Kultur verhandelt. Um die Perspektiven von Teilnehmenden an therapeutischen Praktiken zu verstehen und eigensinnige Verwendungsweisen und Bedeutungen therapeutischer Diskurse und Praktiken zu eruieren, wurde eine qualitativ-rekonstruktive Studie durchgeführt und narrative Identitäten von Teilnehmerinnen an Frauen-Selbsthilfegruppen des Bereichs psychische Gesundheit analysiert. In diesem Band werden vielfältige Wirkweisen von (Frauen-) Selbsthilfegruppen aufgezeigt und differenziert mit gesellschaftsdiagnostischen Perspektiven auf Therapeutisierung und Optimierung in Bezug gesetzt.
Häftad, Tyska, 2024
710 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
In diesem Buch wird die Fragestellung untersucht, inwiefern Schwarze Menschen soziale Missachtung erfahren und welche Bewältigungs- und Widerstandspraktiken sie dabei entwickeln. Die Studie wurde in Deutschland, Frankreich und Kanada durchgeführt, drei Rechtsstaaten im Globalen Norden. Die der Untersuchung zugrundeliegende Vorannahme bestand darin, dass sich Missachtungserfahrungen Schwarzer Menschen von Land zu Land unterscheiden sowie in Abhängigkeit von den jeweiligen politischen Normen zu verstehen sind, welche ihren Ausdruck unter anderem in der aktuellen Gesetzgebung zu Antidiskriminierung und Gleichbehandlung finden. Die Studie arbeitet mit der Theorie der Anerkennung nach Axel Honneth. Diskriminierungserfahrungen werden im Anschluss an diese Theorie als Erfahrungen sozialer Missachtung verstanden. Diesem Verständnis nach ist die Missachtung nicht möglich, ohne zuvor gesehen zu werden – jedoch nicht adäquat gemäß den durch gelungene Sozialisation erworbenen normierten Regelnsozialer Interaktion, sondern als „Wahrnehmungsdeformation“. Missachtung wird folglich als negative Form der Anerkennung verstanden. Den Kern der Arbeit bildet eine eigene empirische Studie, die auf einer Reihe ausführlicher Gruppendiskussionen und biographisch-narrativer Interviews mit Schwarzen Menschen basiert.
Häftad, Tyska, 2024
811 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
Gefühle werden in spätmodernen Gesellschaften ebenso wertgeschätzt wie in Wert gesetzt. Ein Phänomen, in dem sich die gewandelte Kulturbedeutung von Emotionen und Versuche des Verfügbarmachens von Affektivität auf geradezu paradigmatische Weise verdichten, sind Technologien emotionaler Selbstvermessung. In der digitalen (Selbst-)Vermessung der Gefühle trifft die zunehmende gesellschaftliche Emotionalisierung auf eine sich kontinuierlich ausweitende Digitalisierung der individuellen Lebensführung. Im sogenannten Mood Tracking soll die eigene Gefühlswelt mithilfe mobiler Programmanwendungen (und externer Sensoren) sowohl umfassend dokumentiert und analysiert als auch zielgerichtet modifiziert und modelliert werden können. Sarah Miriam Pritz nimmt diese neuen Gefühlstechniken als instruktiven Fall für eine Analyse der Emotionskultur der Gegenwart in den Blick. Ihre Studie liefert eine materialreiche Untersuchung aktueller emotionskultureller Entwicklungslinien, die sich als Optimierung, Expertisierung und Technisierung von Gefühlen im Mood Tracking zeigen. Darüber hinaus enthält ihr Buch die theoretische Ausarbeitung der Perspektive einer Kultursoziologie der Gefühle sowie die Entwicklung eines Forschungsprogramms zur kultursoziologischen App-Analyse.
Häftad, Tyska, 2024
760 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Während in der Öffentlichkeit intensiv darüber diskutiert wird, ob man ‚mit Rechten reden‘ sollte, geht dieses Buch einen Schritt weiter und untersucht die Perspektiven jener, die sich von solchen Debatten persönlich angegriffen fühlen. Basierend auf der Tradition der Frankfurter Autoritarismusforschung analysiert die Studie die ideologischen Spannungsfelder innerhalb der deutschen Gesellschaft und liefert wertvolle Einblicke in die widersprüchlichen politischen Positionen und biografischen Hintergründe der Befragten. Im Zentrum der Analyse stehen zwei identifizierte Sozialtypen des ‚neuen‘ Autoritarismus: die autoritären Innovator*innen und die regressiven Rebell*innen. Während erstere in stabilen sozialen Verhältnissen leben, sehen sich letztere zunehmend prekären Lebensumständen ausgesetzt. Entscheidend ist jedoch nicht allein die aktuelle soziale Lage, sondern vielmehr die individuelle Lebensgeschichte und der persönliche Werdegang. Die Analyse zeigt, dass individuelle Lebenswege eng mit ideologischen Reaktionsmustern verknüpft sind. Mit der Typologie leistet das Buch einen Beitrag für ein detaillierteres Verständnis der vielfältigen autoritären Phänomene unserer Zeit und der zugrunde liegenden sozialen Dynamiken.
Häftad, Tyska, 2025
1 012 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Beschäftigung mit psychischem Leiden ist im Alltag, in Wissenschaft und Öffentlichkeit zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Diverse Studien untersuchen mögliche Ursachenzusammenhänge und diskutieren kontrovers das Verhältnis von psychischem Leiden und sozialen Bedingungen und Dynamiken. Simon Heyny untersucht in diesem Buch in interdisziplinärer Weise, ob und inwiefern psychisches Leiden als ein sinnvolles Kriterium für Gesellschaftskritik gelten kann.Auf grundlagentheoretischer Ebene und insbesondere im Rückgriff auf die Arbeiten Alfred Lorenzers werden dabei die Zusammenhänge von psychischem Leiden, sozialen Bedingungen und Dynamiken sowie Varianten der normativen Begründungen von Gesellschaftskritik analysiert. In Ergänzung zu den gängigen Themenfeldern wie Familie und Arbeit werden dezidiert auch migrationsspezifische Momente einbezogen und zur Veranschaulichung theoretischer Gesichtspunkte genutzt.Im Ergebnis wird eine integrative analytische Perspektive ausgearbeitet und für eine formale Ethik sozial vermeidbaren Leidens fruchtbar gemacht. Auf diese Weise wird ein Blick für die Interferenzen, Eigendynamiken und Transformationspotenziale von Psychischem und Sozialem eröffnet.
Häftad, Tyska, 2025
861 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Auswertung qualitativen Datenmaterials in Interpretationsgruppen und Forschungswerkstätten ist mittlerweile zu einem methodenübergreifenden Qualitätsstandard avanciert. Es besteht jedoch ein eklatantes und irritierendes Forschungsdesiderat. Um mehr darüber zu erfahren, was in solchen Gruppen geschieht und woher das große Qualitätsversprechen rührt, hat die Autorin Theorie und Praxis von Interpretationsgruppen beforscht. In dieser Arbeit setzt sie sich kritisch mit dem Forschungsstand und den Selbstverständnissen der Gruppeninterpretationspraxis auseinander. Dabei identifiziert sie eine Verschiebung vom Anspruch einer Demokratisierung des Wissens hin zu einem Qualitätsversprechen des besseren Wissens durch Intersubjektivität. Weiter hat sie unterschiedliche Gruppen mit einem (auto-)ethnographischen Forschungsansatz empirisch beforscht und das erhobene Material tiefenhermeneutisch ausgewertet.Ihr Forschungsinteresse galt dabei stets den Bedingungen kritischer Wissensproduktion. Vor diesem Hintergrund stellen sich Fragen an die Gruppeninterpretationspraxis: Wie wollen wir Wissen produzieren? Wie wollen wir (miteinander) arbeiten? Und wie können Räume, wie sie etwa von Interpretationsgruppen und Forschungswerkstätten geschaffen werden, besser und solidarischer genutzt werden?