Seitdem die Akten der „Securitate“ öffentlich zugänglich sind, wurde deutlich, wie eng auch die deutsche Minderheit des Landes vom rumänischen Geheimdienst überwacht worden war. Spektakuläre Enttarnungen zeigten, wie stark vor allem deutsche Schriftsteller, aber auch die Evangelische Kirche in Siebenbürgen unter Druck geraten waren. Der vorliegende Band stellt solche Einzelfälle in einen größeren Zusammenhang und untersucht das Vorgehen der Securitate auch gegenüber Ungarn und Rumänen in Siebenbürgen. Bis heute wirken die damaligen Bedrängnisse und Verletzungen nach.
Der Tagungsband dokumentiert Besonderheiten der Translation literarischer Werke deutscher und rumänischer Autoren aus kultureller, historischer und linguistischer Perspektive. Es wird verdeutlicht, wie es Übersetzern gelingt, formal-stilistische oder lautliche Eigenheiten bedeutender Autoren zu bewahren.
Aus Anlass des doppelten Geburtstages – 50 Jahre Germanistik in Hermannstadt und 60. Geburtstag von Maria Sass, der langjährigen Leiterin dieses Lehrstuhls, – greifen die literaturhistorisch, kulturwissenschaftlich und interdisziplinär ausgerichteten Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte und Dokumentation der rumäniendeutschen und deutschen (Gegenwarts-)Literatur auf. Fragen der Rezeptionsgeschichte und der Wechselwirkungen im Bereich der Interkulturalität, der Literaturvermittlung und des deutsch-rumänischen Kulturaustausches bilden thematische Schwerpunkte des Studienbandes und stehen damit im Zeichen der Wahrung von Kontinuität und Konstanz der Hermannstädter Germanistik.
Der ehemalige Geheimdienst "Securitate" hat während der kommunistischen Herrschaft in Rumänien zahlreiche Materialien über deutsche Literatur- und Kulturschaff ende im Land gesammelt. Dieser Band ist der Aufarbeitung gewidmet: Er beinhaltet Beiträge der internationalen Tagung "Deutsche Literatur in Rumänien im Spiegel und Zerrspiegel der Securitate- Akten" 2009 am IKGS.Nach Einblicken in ihre Beobachtungsakten berichten nun bekannte deutsche Autoren aus Rumänien - Richard Wagner, Franz Hodjak, Joachim WittStock, Gerhardt Csejka, Johann Lippet, William Totok, Horst Samson u. a. - über die Drangsalierungen und das Verhältnis der Stasi zur politischen Polizei des "Bruderstaates" Rumänien.
Die in diesem Buch vereinten Dialoge bieten Einblick in eine faszinierende Vielfalt von Lebensmustern und Erfahrungshorizonten und spannen Bögen zwischen Czernowitz, Klausenburg, Hermannstadt, Kronstadt, Bukarest, Temeswar, Belgrad, Budapest und den Literaturmetropolen der Bundesrepublik Deutschland und Österreichs. Dokumentiert werden darin Lebens-und Schaffensstationen vor allem von deutschsprachigen Autoren, Kritikern und ÜberSetzern aus Südosteuropa, die Rückblick auf ihr Leben und Schreiben in einer Diktatur halten und über ihre Versuche berichten, im Literaturbetrieb der Bundesrepublik Deutschland Fuß zu fassen.