Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen sind selten explizit Gegenstand der empirischen Forschung zum Lehrberuf und zur Lehrpersonenbildung. In den Stichproben umfangreicher Studien sind sie in der Regel unterreprasentiert und werden im Vergleich zu anderen Lehramtern kaum in den Blick genommen. Daher liefert der aktuelle Forschungsstand nur begrenzte Erkenntnisse uber mogliche Besonderheiten der Lehrkrafte an berufsbildenden Schulen und deren berufliche Tatigkeit. Vor diesem Hintergrund zielen verschiedene berufs- und wirtschaftspadagogische Initiativen darauf, die empirische Lehrer:innenforschung zu starken und auszubauen. Diesem Ziel fuhlt sich auch dieses Beiheft verpflichtet. Es bietet einen Uberblick uber aktuelle empirische Studien und deckt dabei ein breites Spektrum ab: von der Berufswahl uber Aspekte der professionellen Entwicklung bis hin zu Erkenntnissen zu Unterrichtswahrnehmungen, epistemischen Uberzeugungen und grundlegenden Orientierungen im Fachstudium von Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen.
Fragen und Probleme der Bildungssteuerung gehören seit Jahren zu den Themen des bildungspolitischen und erziehungswissenschaftlichen Diskurses. Damit einher geht eine bemerkenswerte Institutionalisierung empirischer Bildungsforschung. Diese soll nicht nur wissenschaftsbezogenen Fragestellungen nachgehen, sondern auch zur Generierung von Steuerungswissen beitragen, welches die Grundlage bildungspolitischer Entscheidungen bilden soll. Im vorliegenden Sammelband werden exemplarische Ergebnisse aus Theorie und Empirie vorgestellt. Nach einer historisch-systematischen Einführung in das Thema werden die Gegenstandsfelder Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Erwachsenenbildung/Weiterbildung analysiert und diskutiert.Das Buch wendet sich an ForscherInnen, DozentInnen, Studierende und PraktikerInnen der Pädagogik sowie der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.
The articles on different subjects of the broader theme «lifelong learning» represent the latest results of the discussions of the «Vocational Education and Culture Research Network». The contributions, written by authors from six European countries, mention nearly the whole spectrum of issues and arguments distinguishing the current debate on lifelong learning. The publication includes therefore questions of biographies as well as system-oriented approaches, it refers to international comparisons as well as to country studies, to self-organised and -directed learning as well as to the role of institutions, to gender aspects as well as to the importance of age.